Zimmerbrand in Göttingen: Mann schwer verletzt

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Göttingen. Ein Rauchmelder hat am Donnerstag einem Mann in der Göttinger Nordstadt vermutlich das Leben gerettet. Gegen 19.30 Uhr löste in dem Mehrparteienhaus in der Bergenstraße in einer Erdgeschosswohnung der Rauchmelder aus.

Durch lautes Piepen wurden andere Hausbewohner aufmerksam. Weil sie zudem Brandgeruch wahrnahmen, riefen sie die Feuerwehr.

Nach wenigen Minuten waren die Göttinger Berufsfeuerwehr mit dem Löschzug und die Feuerwache Klinikum vor Ort. Nachdem sie die Wohnungstür aufgebrochen hatten, drang ihnen dichter Qualm aus den Räumen entgegen. Wie sich herausstellte, hatte der Bewohner, ein älterer Mann, größere Mengen Papier in der Badewanne angezündet. Er wurde durch die Einsatzkräfte, die unter schwerem Atemschutz vorgingen, ins Freie gerettet. Ein Rettungswagen mit Notarzt brachte ihn mit einer schweren Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Noch am Abend sollte der Schwerverletzte in eine Spezialklinik nach Hannover verlegt werden.

„Hier hat ein Heimrauchmelder vermutlich ein Menschenleben gerettet“, sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Jens Windwehe. „Wären wir fünf Minuten später gekommen, wäre die Person wohl bereits bewusstlos gewesen.“ Das Feuer war schnell gelöscht, die ebenfalls alarmierte Ortsfeuerwehr Weende brauchte nicht mehr eingreifen.

Seit Jahresbeginn sind die kleinen Lebensretter Pflicht in allen Wohnungen in Niedersachsen. Die Rauchmelder müssen in allen Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren hängen, die auch als Rettungsweg dienen. Alleine die Wohnungsgenossenschaft Göttingen, zu der auch die jetzt betroffene Wohnung zählt, musste über 4500 Wohnungen in Göttingen mit den Rauchmeldern ausstatten. Über 15000 Geräte wurden dazu angeschafft.

Einsatzleiter Windwehe: „Zwar hat sich sie Zahl der Fehleinsätze durch die Heimrauchmelder seit Kurzem erhöht, wir rücken aber lieber fünfmal zu viel aus, als einmal zu wenig.“ (ysr)

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