Fest „Buntes Göttingen“ am 1. Oktober

Reaktion auf NPD-Kundgebungen: Bürgerfest für tolerantes Göttingen

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Bündnis gegen Rechts: In Göttingen haben sich anlässlich der NPD- und Freundeskreis-Kundebungen viele Menschen engagiert – hier bei einem Demo-Zug am 10. September in der Innenstadt. Nun will die Stadtverwaltung mit einem Bürgerfest für Toleranz und ein gewaltfreies Göttingen werben.

Göttingen. Nach den jüngsten Kundgebungen der NPD und des ebenfalls als rechtsextrem geltenden „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ am 11. September in Göttingen will die Stadt am Samstag, 1. Oktober, mit einem Bürgerfest für Toleranz werben.

Als Zeichen für ein offenes, gewaltfreies und tolerantes Göttingen habe der Rat der Stadt ihn beauftragt, im Schulterschluss mit allen demokratischen Kräften ein Fest „Buntes Göttingen“ organisieren zu lassen, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) am Freitag.

„In der letzten Zeit gab es immer wieder Mahnwachen rechtsgerichteter Organisationen“, sagte Köhler weiter. „Göttingen distanziert sich ausdrücklich von diesen Gruppen und ihrer menschenverachtenden Gesinnung.“

Das Fest soll auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus stattfinden und Auftakt für regelmäßige Aktionen dieser Art sein. Die Stadtverwaltung sucht nun noch Musiker und Künstler – auch aus der Region Südniedersachsen –, die bei dem Fest gegen Rechts und Menschenfeindlichkeit auftreten wollen. Sie können sich bei der Stadt melden. (tko/epd)

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