Städtische Wohnungsbau: Innovative Projekte und gute Geschäftszahlen

Markante Häuserzeile mit Farbnuancen: Die auch preisgekrönten „Roten Häuser“ des Architekten Sergio Pascolo im Alfred-Delp-Weg auf den Zietenterrassen. Die Städtische Wohnungsbau GmbH beendete das Bauprojekt 2015, 14 Häuser entstanden. Foto: Kopietz

Göttingen. Die Städtische Wohnungsbau Göttingen GmbH meldet starke Geschäftszahlen: Unter dem Strich steht für 2015 ein Überschuss von 2,8 Millionen Euro. Noch wichtiger: 11,7 Millionen Euro wurden in Neubauten und Bestandswohnungen investiert.

Aufsichtsratsvorsitzender und Ex-Geschäftsführer Rolf-Georg Köhler weist darauf hin, dass das kommunale Wohnungsunternehmen, dessen Gesellschafter die Stadt (85 Prozent) und die Sparkasse Göttingen (15 Prozent) sind, nicht auf eine Gewinnmaximierung aus ist. Vielmehr gehe es darum, günstigen Wohnraum bereit zu stellen.

Das ist der Fall: die durchschnittliche Miete in den mehr als 4600 Wohnungen beträgt 4,87 Euro pro Quadratmeter, auch stabil gehalten durch gute Geschäftszahlen.

„Die hervorragende Ertragslage 2015 resultiert vor allem aus dem positiven Ergebnis der Hausbewirtschaftung, unserem Kerngeschäft“, erläutert Geschäftsführerin Claudia Leuner-Haverich. Dazu beigetragen hätten auch die zusätzlichen Mieteinnahmen aus den Neubauwohnungen, moderate Mietanpassungen bei Modernisierungen und die geringe Leerstandsquote.

Leuner-Haverich nennt ein weiteres Ziel: die Mieterzufriedenheit. Sie stünde im Mittelpunkt der Arbeit. Deshalb soll weiter investiert werden, in die Modernisierung, das Schaffen barrierefreier Wohnungen. Weitere Neubauten sind geplant, so in Weende in der Nähe des Freibades, ober befinden sich in Bau, wie an der Jheringstraße.

Dort wurde auch mit Maß geplant. Pläne des Architekten Sergio Pascolo der „Roten Häuser“ auf den Zietenterrassen wurden hier als Grundlage für den Neubau verwendet.

Apropos Rote Häuser: 2015 wurde am Alfred-Delp-Weg der letzte Bauabschnitt eines Projekts beendet, das wegen seiner Farb- und Formgebung für Diskussionen und am Ende Architekturpreise sowie europaweite Beachtung gesorgt hat und noch sorgt. Die Städtische Wohnungsbau bezeichnet es heute als Vorzeigeprojekt. Von 2002 bis 2015 wurden in vier Bauabschnitten 14 Häuser mit 99 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten für 15,4 Millionen Euro erstellt.

Interessant: Die Baukosten stiegen vom ersten Bauabschnitt 2003 mit 1450 Euro pro Quadratmeter auf 2200 Euro bis 2015 an.

In der Theodor-Heuss-Straße wurde ein – später umrüstbares – Wohnhaus mit 96 Einheiten für Studenten gebaut, ebenfalls nach Plänen Pascolos. Betrieben wird das Wohnheim vom Studentenwerk. Eine Kooperation, mit der die Beteiligten Neuland betreten.

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