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Theodor-Heuss-Straße: Kein Platz für Rollstühle und Kinderwagen

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Von: Thomas Kopietz

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Theodor-Heuss-Straße
Kein Platz für Rolli-Fahrer: An der Ostseite der Theodor-Heuss-Straße in der Göttinger Nordstadt: Zugeparkte Fußwege in der Nähe der Christopherus Kirchengemeinde. © Kopietz

Göttingen. Als unzumutbar bezeichnet Silvia Binkenstein, SPD-Stadtratsmitglied, die Parksituation in der Theodor-Heuss-Straße. „So kann es nicht weitergehen.“

Fakt ist: Auf der Ostseite der Theodor-Heuss-Straße ist das Parken auf dem Gehweg erlaubt. Die Folge: Es ist nicht genügend Platz für Fußgänger, vor allem aber Rollschuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren und Kinderwagen. Auf dem Gehweg sei häufig weniger als ein Meter Platz für einen Durchgang, die Durchfahrt.

Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich, vor allem, wenn Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kindern wegen des zugeparkten Gehweges auf die Fahrbahn wechseln müssen, wie Binkenstein sagt.

Täglich komme es zu gefährlichen Situationen, wie Silvia Binkenstein bei einem Ortsbesuch auch von dem Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Reinhard Wilfroth und Pastorin Reichardt im Gespräch erfuhr.

Viel zu wenig Platz

Noch problematischer ist die Situation in der Theodor-Heuss-Straße, weil dort das Diakonische Werk Christopherus seinen Sitz hat, viele Menschen in Rollstühlen dort unterwegs sind. Zudem ist dort auch der Kindergarten der Gemeinde untergebracht. „Zwei Rollstühle oder Kinderwagen kommen aber auf dem Gehweg nicht aneinander vorbei, dasselbe gilt für einen Elektro-Rollstuhl“, sagt Elvan Tekindor-Freyjer, beratendes Mitglied im Behindertenbeirat. Für die Begegnung von zwei Rollstühlen schreibt die DIN 18040-1 eine Breite von 1,80 Meter auf 1,80 Meter Länge vor.

Der Platz auf dem Gehweg aber reiche nicht einmal für einen Rollstuhl oder Kinderwagen. Der Platz beträgt oft weniger als einen Meter. Weiteres Problem: Autofahrer parken auch die Ein- und Ausfahrten in dem Bereich zu, was die Situation noch verschlimmert. Änderung könnte oder müsste ein totales Parkverbot auf dem Gehwegbereich vor dem Gemeindegelände bringen.

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