Kritik wegen tendenzieller Geschichtsfälschung

Umstrittene Nakba-Ausstellung: Hochschulgruppe startet zusätzliche Schau

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Zentrales Hörsaalgebäude: Hier ist die umstrittene Ausstellung einen Monat lang zu sehen.

Göttingen. Die Diskussion um die umstrittene Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ dauert an.

Der Fachschaftsrat Sozialwissenschaften will nun eine zusätzliche Ausstellung organisieren, bei der es um die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung aus arabischen Staaten geht. 

Diese Ausstellung, die mit der Hochschulgruppe der Deutsch-Israelischen Gesellschaft auf die Beine gestellt wird, soll am Mittwoch, 30. November im Kulturwissenschaftlichen Zentrum (KWZ) eröffnet werden.

Erneut übt der Fachschaftsrat Kritik an der Nakba-Ausstellung. Sie betreibe tendenziell Geschichtsfälschung.

Außerdem kritisiert die Vertretung der Studenten eine Entscheidung des Fakultätsrates der Sozialwissenschaften. Der habe mit den Stimmen der Professoren beschlossen, eine Kooperation mit der Al-Quds Universität in Ost-Jerusalem einzugehen. „An dieser war es in der Vergangenheit immer wieder zu antisemitischen Zwischenfällen gekommen“, heißt es in einer Erklärung des Fachschaftsrates.

Unterdessen hat sich auch die Uni-Basisgruppe Arabistik/Turkologie/Iranistik/Indologie (Basisgruppe Atii) zu Wort gemeldet. Sie beklagt „einseitige Kritik und Dämonisierung“ der palästinensischen Seite.

Unterdessen ist klar, dass die Nakba-Ausstellung am Dienstag, 15. November, um 18 Uhr im Kulturwissenschaflichen Zentrum, Heinrich-Düker-Weg 14, eröffnet wird und dort bis 17. November zu sehen ist. Danach wird die Schau von Samstag, 19. November bis Donnerstag, 15. Dezember nur 100 Meter entfernt im Zentralen Hörsaalgebäude am Zentral-Campus der Universität gezeigt. 

Weitere Information gibt es im Internet.

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