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Verbotene Flaggen bei PKK-Demo

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© Rampfel

Göttingen. Rund hundert Demonstranten haben am Freitagabend in der Göttinger Innenstadt lautstark gegen ein Verbot der kurdischen Arbeiterpartei PKK demonstriert. Zeitgleich fand auf dem Markplatz das traditionelle Gänseliesel-Küssen von rund hundert frisch Promovierten statt.

Mehrere Gruppierungen des linken Spektrums hatten zuvor im Internet zu der Kundgebung aufgerufen. Hintergrund der Versammlung sind laut Polizei weiterhin Aufrufe zur Solidarität mit den Kurden in der vom Islamischen Staat (IS) bedrohten nordsyrischen Stadt Kobane.

Die Demonstration fand unangemeldet statt, weil dem Anmelder ein Ermittlungsverfahren drohen würde, so die "Antifaschistische Linke International" (A.L.I.). Die A.L.I. forderte die Polizei auf, sich auf die "Kernkompetenzen in der Verkehrsregelung" zu konzentrieren.

Der Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, Thomas Rath, hatte im Vorfeld vorsorglich darauf hingewiesen, dass „das Zeigen verbotener Symbole, Fahnen und Vereinszeichen eine Straftat darstellt“. Die Polizei sei zu deren Verfolgung gesetzlich verpflichtet.

Dennoch wurden im Demonstrationszug mehrere verbotene Flaggen der PKK getragen und öffentlich gezeigt. Die Polizei schritt nicht ein. Sie hatte vielmehr Schwierigkeiten, der Versammlung zu folgen, die in schneller Geschwindigkeit durch mehrere Innenstadtstraßen zog.

Nach rund einer halben Stunde löste sich die Demonstration auf dem Wochenmarkt auf. Zu Behinderungen im Busverkehr kam es nicht. (ysr)

Bilder der Demonstration

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