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Zu viel Geballer: Schützenplatz für Zirkustiere ungeeignet

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Göttingen. Die Göttinger Piraten fordern die Stadt auf, Gastspiele von Zirkussen, die mit Tieren arbeiten, auf dem Schützenplatz in Zukunft nicht mehr zuzulassen.

Grund sind die ausgiebigen Schießübungen, die der Schützenverein im Freien durchführt, und die für die Tiere enormen Stress bedeuten. So waren während der Protestaktion des Bündnisses „Zirkus ohne Wildtiere“ am vergangenen Montag, an dem auch die Piraten teilgenommen hatten, ununterbrochen Schüsse von Seiten des Schützengeländes zu hören.

„Die Schießerei war sehr laut, die Schussfrequenz teilweise sehr kurz und über den ganzen Platz, auf dem Tiere untergebracht waren, in voller Lautstärke zu hören“, so der Kreisverbands-Vorsitzende Niels-Arne Münch. „Jeder weiß, was für einen Stress die Ballerei an Silvester für Haustiere bedeutet. Entweder dem Schützenverein wird während eines Gastspiels das Schießen untersagt, oder der Zirkus darf dort nicht lagern. Beides zusammen geht nicht.“

Zirkustiere unterliegen durch die häufigen Transporte und die Auftritte in der Manege extrem hohen Stressfaktoren und brauchen unbedingt Ruhe in ihren Erholungsphasen. Derart ungünstige Bedingungen am Gastspielort vorzufinden ist nicht zumutbar. Der Platz ist schlichtweg nicht zur Erholung für Tiere geeignet.

Die Stadt hat im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereichs auch eine Verantwortung gegenüber den Tieren und damit die Pflicht, einen Standort, an dem ein Gastspiel erlaubt werden soll, gewissenhaft auf seine Eignung zu untersuchen. Der Verwaltung hätte auffallen müssen, dass das Zulassen des Schusswaffengebrauchs im Konflikt mit dem Ruhebedürfnis der Tiere steht.

Die Piraten fordern, die Wildtierhaltung in Zirkussen bundesweit generell zu untersagen. (nh)

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