Dem Zeitgeist ein Stück voraus

Ufo-Landeplatz ULP 42 wurde am Wochenende in der Weststadt eingeweiht

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Der ULP 42: Hier können Unbekannte Flugobjekte demnächst in Göttingen zur Landung ansetzen.

Göttingen. Die Universitätsstadt ist seit Samstag auf die Landung von Außerirdischen vorbereitet: Mit lokalpolitischer Präsenz wurde am Samstag der zweite Ufo-Landeplatz Niedersachsens nach Wathlingen bei Celle in Betrieb genommen.

Internationale Kennung ULP 42. Landehilfe könnten für den Fall der Fälle die Flugkontrollstellen der Airports in Hannover und Kassel-Calden geben, sagte Gunthard E. Schleipen (Cosmic-Radio), einer der treibenden Kräfte hinter der Einrichtung des Landesplatzes am Haus der Kulturen am Hagenweg 2.

Mit dem neuen Ufo-Landeplatz ist Göttingen dem Zeitgeist wieder einmal ein Stückchen voraus. Die Stadt trägt im Sinne des Weltfriedens, des intergalaktischen Verständigungsprozesses sowie von Toleranz, Offenheit und Integration dazu bei, dass weiter an der Umsetzung der UN-Resolution 33/426 aus dem Jahr 1978 gearbeitet werden kann. In ihr werden Staaten aufgefordert, geeignete Schritte auf nationaler Ebene zur Koordination wissenschaftlicher Forschung und Untersuchung außerirdischen Lebens, einschließlich unidentifizierter fliegender Objekte zu unternehmen.

Eingebettet war die Einweihung von ULP 42 in eine Feier mit reichlich Live-Musik, terrestrischem Essen, einem Ufo-Frisbee-Weitwurf-Wettbewerb und einer DJ-Party. In einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der regionalen Politik, Kultur, Medien, Wissenschaft und Comedy ging es unter anderem um die Anbindung des Landeplatzes an die Innenstadt. Ein nächtlicher Busanschluss würde nicht nur den Außerirdischen den Weg in die Göttinger Innenstadt erleichtern, sondern würde auch den Besuchern der Veranstaltungen im Haus der Kulturen und der Musa den Heimweg erleichtern.

Intergalaktischer Warenhandel

Dem dort ebenfalls ansässigen Zollamt galt die Empfehlung, sich doch schon einmal nach einem Mitarbeiter umzusehen, der bereit ist, für den zu erwartenden Warenhandel intergalaktische Sprachen zu erlernen.

Außerdem müsste das angrenzende Flüsschen Leine schiffbar gemacht und der Gleisanschluss verbessert werden. Von einem Ausbau der Infrastruktur würden sowohl die Außerirdischen als auch die Einwohner profitieren. Vorsorglich wiesen Gunthard E. Schleipen und Co-Moderator Torsten Bussmann darauf hin, dass auf dem Ufo-Landesplatz Parkverbot herrscht und dass für Schäden jeglicher Art keine Haftung übernommen wird.

Wer es noch nicht gemerkt haben sollte: Bei der Aktion ging es um Spaß, Comedy und viel Humor, aber es gab durchaus ernste Hintergedanken. (zhp)

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