Zwei millionenschwere Schilder

Schilder stehen für Geld: Übergabe vor dem Zoologischen Institut, das zum Forum Wissen wird. Von links: Thomas Oppermann, Ulrike Beisiegel, Staatssekretär Florian Pronold, Dagmar Schlapeit-Beck, und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Foto: Kopietz

Göttingen. Bundestagsmitglied Thomas Oppermann und Staatssekretär Florian Pronold brachten die Metallschilder für das Forum Wissen und das Kunst-Quartier nach Göttingen.

Das Geld war schon zugesagt, als Symbol für die stattliche Förderung zweier Bauprojekte in Göttingen - Forum Wissen und Kunst-Quartier - gab es jetzt zwei schmucke Metallschilder, die 9,5 Millionen Euro wert sind.

Es gibt unangenehmere Termine für Thomas Oppermann, als mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Florian Pronold aus Berlin zwei, im übertragenen Sinne, wertvolle Metallschilder nach Göttingen zu bringen. Denn Oppermann wurde beim Ortstermin vor dem Zoologischen Institut, was einmal das Forum Wissen beherbergen wird, nicht nur von der Sonne angeleuchtet, sondern auch bei den Grußworten ins rechte Licht gerückt, als einer, der die Bauprojektfinanzierung mit angeschoben hat.

Im Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) fand Oppermann in Staatssekretär Florian Pronold einen Mitstreiter. Ergebnis: Fünf Millionen Euro für das Forum, 4,5 Millionen für das Kunst-Quartier aus dem Topf „Nationale Projekte des Städtebaus“. Pronold lobte auch die herausragenden Konzepte.

Schilder stehen für Geld: Hier für das Kunst-Quartier in der Düsteren Straße am Grass-Archiv. Von links: Thomas Dienberg, Staatssekretär Florian Pronold, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, Thomas Oppermann, Claudia Glenewinkel vom Steidl-Verlag und Sozial-/Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck. Foto: Kopietz

Die Anträge gestellt hatte die Bauverwaltung der Stadt, auch mit Unterstützung des Uni-Gebäudemanagements und Leiter Rainer Bolli. All das sei ein problemloses Zusammenspiel gewesen, sagte Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel. Ein erfolgreiches Zusammenspiel, das sich fortsetzen soll, so auch mit einem weiteren Protagonisten, der auf dem Grundstück am Groner Tor, neben dem Zoologischen Institut baut: Carl Graf von Hardenberg, der seiner Hotelgruppe Freigeist ein Haus hinzufügen wird. 18 Millionen Euro wird es kosten und ab 2018 eine Symbiose mit dem Forum Wissen eingehen.

„Es wird ein offenes Miteinander geben“, ist sich Ulrike Beisiegel sicher, die zudem froh ist, dass neben dem in Deutschland einzigartigen Uni-Museum ein weiterer seriöser Nachbar wohnen wird: die Sparkasse, die ihren Verwaltungssitz für 50 Millionen Euro vom Entwickler EBR schlüsselfertig kaufen wird. Entstehen wird so ein neues Eingangstor zur Innenstadt.

Ein geschlossenes, vom Bund für förderungswürdig gehaltenes Ensemble soll auch das Kunst-Quartier werden. Planerisch ist man dort noch nicht so weit, zurzeit läuft der Architektenwettbewerb für die Galerie-Halle. Das Geld aus Berlin ist aber für Thomas Oppermann und Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler ein Zeichen, dass neben dem von Verleger Gerhard Steidl finanzierten Grass-Archiv, ein über Göttingen hinaus bekanntes Quartier entstehen wird.

Das Forum Wissen wird sogar mit zehn Millionen Euro vom Bund angeschoben, denn weitere fünf Millionen kamen aus freiem Geld in Berlin. „Das zeigt, der Bund will die Projekte, steht dahinter“, sagte der zufriedene Thomas Oppermann. OB Köhler jedenfalls schob Staatssekretär Pronold noch einen Wunsch unter: „Man sollte in Berlin auch mehr Geld für den sozialen Wohnungsbau ausgeben.“

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