Uni Göttingen züchtet resistentes Saatgut

Feldforschung: Studierende der Uni Göttingen untersuchen die Linsen auf einem Versuchsfeld. Bild: privat

Göttingen. Welche Rolle spielen landwirtschaftliche Betriebe bei der Erhaltung der Artenvielfalt? Dieser Frage gehen Agrarwissenschaftler der Uni Göttingen in einem Langzeitprojekt nach.

Gefördert werden die Untersuchungen zurzeit durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Software AG-Stiftung.

Gestartet haben die Wissenschaftler das Projekt bereits vor 20 Jahren. Für den Versuch wurde damals Saatgut von drei alten Linsensorten auf drei Höfen in Niedersachsen und Thüringen verteilt. Im Rahmen der Forschungen wird neues Saatgut ausschließlich aus dem eigenen Anbau, der Ernte, gewonnen. Laut den Forschern kann auf diese Weise eine eigene Hofsorte mit deutlichen Standortvorteilen entstehen. So würden gut angepasste Pflanzen mehr Samen produzieren und sich langfristig gegenüber anderen Pflanzen durchsetzen. Auch sei es möglich, durch diese Form der Saatgutgewinnung stressresistentere Pflanzensamen hervorzubringen.

Dieses sogenannte „On-Farm-Management“ sehen die Wissenschaftler als dynamische Ergänzung zu den statischen Erhaltung der Gendatenbanken. In diesen lägen die Samen in der Regel auf Eis und seien nicht dem Wandel der Umwelt ausgesetzt. (clv)

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