Göttinger Artothek: Große Kunst zum kleinen Preis

Hoffen auf viele neue interessierte Kunden in der Artothek: Sabine Bunger und Dr. Frans Krüll Foto:Voß

Göttingen. Kunst zum Ausleihen für Jedermann - dies ist in der Göttinger Artothek im Künstlerhaus an der Gotmarstraße möglich.

Doch was ist eine Artothek und wie funktioniert sie? Wir haben bei Dr. Frans Krüll vom Göttinger Kunstverein und Sabine Bunger, Mitarbeiterin der Artothek, nachgefragt.

?Was ist eine Artothek und seit wann gibt es sie in Göttingen?

!In einer Artothek werden Kunstwerke zum Leihen angeboten. Gegründet wurde die Artothek in Göttingen 1988 vom Kunstverein. Mit ihr möchten die Vereinsmitglieder Bürgern die Freude an der Kunst näher bringen. Inzwischen umfasst der Leihbestand rund 600 Werke in Form von Drucken, Fotografien und Gemälden aus der Zeit der klassichen Moderne und der zeitgenössischen Kunst. Ausgeliehen werden können sowohl Werke von Künstlern aus der Region, wie auch Bilder von Miro, Lembeck oder Günther Grass.

?Wer kann die Werke ausleihen?

!Mit ihrem Angebot richtet sich die Artothek an Privatleute, Firmen und Behörden. Besondere Kunstkenntnisse sind nicht erforderlich, um etwas auszuleihen.

?Wie hoch ist der Ausleihaufwand und welche Risiken kommen auf den Entleiher zu?

!Der Aufwand ist ebenso gering wie die Leihgebühren: Private Entleiher zahlen Beträge zwischen drei und fünf Euro pro Werk und Monat. Die Mindestleihfrist sind drei Monate. Für Unternehmen und Behörden gelten andere Leihbedingungen.

Riskiken tragen Entleiher in der Regel nicht. Alle Kunstwerke sind versichert und werden in stabilen Metall- oder Holzrahmen übergeben. Das einzige, was nach der Ausleihe zu tun ist, ist einen passenden Ort für das Kunstwerk zum Aufhängen zu finden.

?Wie viele Menschen nutzen das Angebot der Artothek regelmäßig und für wen ist diese Kunst auf Zeit interessant?

!Rund 100 Bürger aus Göttingen und umzu nutzen die Artothek regelmäßig, ihr Durchschnittsalter liegt zwischen 40 und 55 Jahren.

Mit ihrem Angebot möchten die Mitarbeiter der Artothek jedoch auch junge Menschen für die Kunst auf Zeit gewinnen. Denn diese haben oft viele freie Wände und wenig Kunst zum Aufhängen, so die Überlegungen.

Aber auch, wer nicht ständig auf die gleichen Bilder in seinen vier Wänden oder im Unternehmen schauen möchte, ist mit einem Besuch in der Artothek gut beraten. Die Leihe ist nicht nur eine Alternative zum teuren Kunstkauf, sie bietet auch den Vorteil einer abwechselungsreichen Wohnraumgestaltung.

Die Ausleihkonditionen in der Artothek Göttingen

Die Artothek im Kunstverein Göttingen, Gotmarstraße 1, ist dienstags und donnerstags zwischen 15 und 18 Uhr geöffnet. Abweichende Öffnungszeiten können nach Absprache mit den Mitarbeitern unter Tel. 0551/ 54 18 46 vereinbart werden.

Ausleihbar sind bis zu zwei Bilder pro Privatperson. Die Mindestleihdauer beträgt drei Monate und ist bei Bedarf und je nach Verfügbarkeit um weitere drei Monate verlängerbar.

Die Leihkosten betragen für Private zwischen drei und fünf Euro pro Werk. Voraussetzung für eine Ausleihe ist die Bezahlung einer Jahesgebühr von acht Euro. Die Gebühr entfällt für Mitglieder des Göttinger Kunstvereins. Vor erstmaliger Ausleihe ist eine Registrierung mittels Personalausweis notwendig.

Für die Ausleihe an Behörden und Unternehmen gelten Sonderkonditionen.

Weitere Informationen zum Angebot der Artothek sind unter www. kunstvereingoettingen.de/artothek und per E-Mail an artothek@kunstvereingoettingen.de erhältlich. (clv)

Von Claudia Voss

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