Göttinger Literaturherbst: Große Namen sollen 15.000 Besucher locken

Literatur-Programm-Macher: (von links) Literaturherbst-Geschäftsführer Johannes-Peter Herberhold, Anja Johannsen (Leitung Literarisches Zentrum) und Gesa Husemann (Literarisches Zentrum und Literaturherbst) stellten auch das Programm für den Literaturherbst 2016 zusammen. Foto: Kopietz

Göttingen. „Das hat es so in Göttingen noch nicht gegeben“ – Johannes-Peter Herberhold greift nach Superlativen, wenn er über das Programm des Göttinger Literaturherbstes spricht. Der läuft vom 21. bis 30. Oktober und bietet zum 25-jährigen Bestehen viele große Namen.

70 Veranstaltungen

„Wir wollten etwas Besonderes machen und peilen das Knacken der 15.000-Besucher-Grenze an“, sagt Literaturherbst-Geschäftsführer Herberhold. Allein quantitativ ist der 25. Literaturherbst so groß wie noch nie: 70 Veranstaltungen wird es an 30 Spielorten in Südniedersachsen geben.

Neue Orte in der Region

Neu dabei sind Alfeld, Bad Lauterberg, Nörten-Hardenberg, Osterode und Sülbeck.

Partner gratulieren

Der „Herbst“ ist auch bei den Kooperationen bunter geworden: Es gibt neue Verzahnungen mit Veranstaltern wie Sponsoren, und der Wirtschaft. So wird Thalia erstmals eine Vorverkaufsstelle einrichten, mitten in der City. Ohne wirtschaftlichen Hintergrund sind andere Geschenke, die dem Literaturherbst bereitet werden: Partner werden zum 25. Bestehen gratulieren – mit Veranstaltungen! So bietet das Literaturfestival Niedersachsen einen Abend im Alten Rathaus. „Das freut uns sehr und zeigt gewachsene Verbindungen“, sagt Herberhold.

Intensive Werbekampagne

Eine intensive Werbekampagne müssen sich der Geschäftsführer und seine Mitarbeiter – neu im Team ist als Leiterin Nina Hornig, die von den Händel-Festspielen in das Literaturherbst-Büro wechselt – übrigens nicht:: Große Namen, herausragende Veranstaltungsorte und Überraschungen dürften für viele ausverkaufte Häuser sorgen.

Partnerland Niederlande

Dazu zählt der Sozialphilosoph Oskar Negt, dessen Werke im Göttinger Steidl-Verlag erscheinen, wird aus dem ersten Teil seiner Autobiografie lesen. Für das Partnerland „Niederlande“ steht Cees Noteboom.

Bonbon-Sonntag

TV-Literaturkritiker Dennis Scheck ist dabei wie auch der Gewinner des Deutschen Buchpreises 2016 und ein berühmter Ex-Göttinger: Benjamin von Stuckrad-Barre. Der Bestseller-Autor ließ mit einer offen-schonungslosen Autobiografie, die auch eine Hommage an seinen Freund Udo Lindenberg ist, aufhorchen. Er wird während des „Bonbon-Sonntages“ am 30. Oktober kommen. „Dann gibt es viele Veranstaltungen im Deutschen Theater – die Besucher zahlen aber nur einmal“, kündigt Herberhold an.

Wallstein-Verlag

Der Göttinger Wallstein-Verlag feiert sein 30-jähriges Bestehen – auch während des Literaturherbstes. Und davor: Am Mittwoch, 31. August 2016, um 12 Uhr, liest der in Göttingen lebende Autor Guntram Vesper in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin aus seinem über 1000-seitigen Lebenswerk und spricht mit Wallstein-Verleger Thedel von Wallmoden.

Vorverkauf startet

Der Vorverkauf für den Literaturherbst startet am Donnerstag, 11. August, – nach der Präsentation des kompletten Programms am Mittwoch.

Von Thomas Kopietz

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