Göttinger Max-Planck-Institut trauert um Prof. Dr. Klaus Weber

Prof. Dr. Klaus Weber

Göttingen. Das Göttinger Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie trauert um seinen früheren Direktor Prof. Dr. Klaus Weber. Am 8. August verstarb der international renommierte Forscher im Alter von 80 Jahren.

„Durch den Tod von Klaus Weber verlieren wir einen großartigen Wissenschaftler, der die Forschung und die Menschen, die mit ihm gearbeitet haben, inspiriert hat. Er hat das MPI für biophysikalische Chemie maßgeblich mit gestaltet, indem er dazu beitrug, dass molekularbiologische, biochemische und entwicklungsbiologische Abteilungen ihren festen Platz fanden“, sagte Herbert Jäckle, Geschäftsführender Direktor des Instituts.

Klaus Webers Interesse galt unterschiedlichsten biologischen Problemen, die er dank seines detaillierten Fachwissens, seines tiefen Verständnisses für die Wissenschaft, seiner großen Neugier und nicht zuletzt seiner ansteckenden Begeisterung über neue Ergebnisse elegant zu lösen verstand.

Mit seinem Namen untrennbar verbunden sind gleich mehrere wissenschaftliche Methoden, die heute aus der molekularbiologischen und biochemischen Forschung nicht mehr wegzudenken sind.

Nach dem Chemiestudium an der Universitäten Tübingen, Innsbruck und Freiburg mit anschließender Promotion wechselte Klaus Weber 1965 an die Harvard University in die Gruppe von Nobelpreisträger James D. Watson. Gleichzeitig forschte er bei William Konigsberg (Yale University). 1972 wurde der Wissenschaftler zum „Full Professor“ an der Harvard University ernannt, drei Jahre später erwählte ihn die Max-Planck-Gesellschaft zu ihrem Wissenschaftlichen Mitglied.

Auszeichnungen

Als Direktor am MPI für biophysikalische Chemie leitete er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2004 dort die Abteilung Biochemie und Zellbiologie. In seiner Forscherkarriere veröffentliche er knapp 600 wissenschaftliche Originalarbeiten und wurde für seine Erfolge mehrfach ausgezeichnet, darunter mit der Otto-Warburg-Medaille und dem Ernst Jung-Preis für Medizin. Er war Generalsekretär der European Molecular Biology Organization von 1981 bis 1984. (bsc)

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