Händel-Festspiele-Bilanz: starke Besucherzahlen, glänzende Kritiken

Zufrieden: Händel-Festspiele-Intendant Tobias Wolff. Foto: dpa

Göttingen. Tobias Wolff ist glücklich: Der Intendant der Internationalen Händel Festspiele hat ein äußerst positives Fazit der am Pfingstmontag zu Ende gegangenen Veranstaltungsreihe gezogen.

Die Stücke und Konzerte

„Es war künstlerisch eine Wonne, wir haben viele begeisterte Rückmeldungen bekommen, mehr als in den Vorjahren“, schilderte er seine Eindrücke auf HNA-Nachfrage. Die Festspiel-Oper „Imeneo“ sei überwiegend begeistert aufgenommen worden. Sie war ein leichterer Stoff. „Es gibt für jede Händel-Oper auch ein spezielles Publikum, „Imeneo“ wurde auf jeden Fall größtenteils begeistert angenommen.“ Ein Highlight war für Wolff auch das Oratorium „Susanna“, das mit „Ersatz-Sopranistin“ Emily Fons auch sehr erfolgreich in Berlin und Breslau gespielt wurde.

Die Zahlen

Etwa 19.000 Besucher haben die 65 Konzerte, Aufführungen und Vorträge sowie Werkschauen der Festspiele unter dem Titel „Verbindungen – Connections“ besucht. „Wir hatten weniger ausverkaufte Veranstaltungen als in den Vorjahren, waren aber grundsätzlich besser ausgelastete“. Das zeige auch, dass man als Veranstalter die Spielorte gut eingeschätzt und geplant habe. Die Auslastung aller Veranstaltungen lag bei 88 Prozent. „Susanna“ erreichte 96 Prozent, „Imeneo“ inklusive der ausverkauften Familienfassung kam auf 97 Prozent – das waren 4300 Besucher. Das sonntägliche Gala-Konzert des Festspielorchesters, das seit zehn Jahren besteht, kam auf 99 Prozent. Fazit: Insgesamt 13 Prozent mehr Auslastung als 2015.

Die Spielorte

Die Auftritte an besonderen Orten außerhalb von Göttingen kamen an. Überraschend für Intendant Wolff war, dass das Sonnenaufgangskonzert am Seeburger See schnell ausverkauft war. „Wir werden das sicher wieder machen.“ Herausragend war auch der Besuch beim Konzert der Nachwuchskünstler „Repicco and Friends“ am Montag in der Kirche von Waake. „Wir werden weiter – auch im neuen, größeren Landkreis – Veranstaltungen anbieten, wir liegen damit richtig“, sagt Wolff. „Allerdings benötigen wir die starken Kooperationspartner, meist Kulturvereine vor Ort, ohne sie ginge das nicht.“

Die Künstler

„Wir kaufen nicht teure Stars ein, sondern setzen auf Nachwuchskünstler, die eine Karriere vor sich haben“, sagt Tobias Wolff. Für die jungen Künstler zahlt sich ein Engagement meist aus: „Sie können in ihrer Vita dann die Händel-Festspiele vorweisen.“ „Ich bin froh, dass unser Publikum auch ohne große Stars kommt.“ Und die Künstler, ob Solisten oder Gruppen, präsentierten sich in diesen Mai-Tagen pflegeleicht: „Es war für uns Organisatoren ruhig, ein sehr angenehmes Arbeiten mit den Akteuren.“

Nachwuchsförderung

Die Festspiele engagieren sich mit dem Netzwerk und Programm „Eeemerging“. „Wir bieten ausgezeichneten Nachwuchskünstlern über ein Stipendium die Möglichkeit zum Üben, aber auch Schulungen wie für das Eigen-Management“, erklärt Tobias Wolff.

2017

Die Händel-Festspiele Göttingen finden unter dem Motto „Glaube und Zweifel“ vom 11. bis 28. Mai 2017 statt. Festspieloper wird

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