Hanf-Pflanzen: Illegale Saat sprießt an Göttinger Straßen

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An der Groner Landstraße in Göttingen: Hier sprießen die ersten Hanf-Pflanzen.

Göttingen. Die „autonomen Blumenkinder“ waren erneut fleißig: Vor einiger Zeit hatte die Aktionsgruppe dazu aufgerufen, Hanfsamen auf Göttinger Grünflächen auszusäen, jetzt sprießen die Pflanzen.

Die Grüne Jugend Göttingen unterstützt die Aktion durch einen Fotowettbewerb: Bei Twitter unter dem Begriff „#Potcitygoe“, und auf der Seite www.gj-goettingen.de

Mit der Hanfsaat protestieren die Aktivisten erneut gegen die aktuelle Gesetzgebung, die den Besitz, Verkauf und Konsum von Cannabis, das ist der lateinische Name der Pflanze, als Rauschmittel unter Strafe stellt. Bei den ausgesäten Pflanzen handelte es sich bislang um Vogelfutterhanf, in dem der berauschende Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) nur in geringen Konzentrationen vorhanden ist. Allerdings haben die „autonomen Blumenkinder“ in diesem Jahr eine wirkstoffhaltige Pflanze untergemischt: „Um das Ganze für die Polizei ein wenig spannender zu machen.“

Die Grüne Jugend fordert die Göttinger Polizei auf, die Hanf-Pflanzen in diesem Jahr stehenzulassen und sich wichtigeren Aufgaben zuzuwenden.

Modellprojekt

Und: „Wir setzen uns für die Bewerbung Göttingens für ein wissenschaftlich begleitetes Modellprojekt zur kontrollierten Abgabe von Cannabis ein. Vorbild könnten hierbei die Bewerbung Düsseldorfs oder auch die von Berlin-Kreuzberg-Friedrichshain sein“, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen Jugend.

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