Um die Höllen-Engel in Niedersachsen ist es ruhig geworden

Verboten: Die Göttinger Höllen-Engel sind nicht mehr aktiv, sagt die Polizei. Foto: dpa

Adelebsen. Nach dem Verbot der Hells Angels-Gruppe in Südniedersachsen vor zwei Jahren, die in Adelebsen ihre Räume hatte, gründete sich keine Nachfolgeorganisation.

Das berichtet die Göttinger Polizei auf HNA-Anfrage. In der vergangenen Woche gab es bundesweite Aufmerksamkeit für die Hells Angels. Der Boss des Ablegers in Mittelhessen war mit Schüssen getötet worden.

In Adelebsen ist von den „Höllen-Engeln“, so die wörtliche Übersetzung, nichts mehr zu sehen. Die Vereinsräume stehen seit dem Verbot leer und das gesamte Haus steht inzwischen zum Verkauf, berichtet die Polizei.

Die ehemaligen Göttinger Mitglieder haben sich unterdessen andere Hells Angels-Gruppierungen gesucht und sind nach Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen sowie andere Teile Niedersachsens abgewandert.

Die Beamten haben nach eigenen Angaben das Thema Hells Angels weiterhin im Blick: Allerdings wurden Aktivitäten des Personenkreises beziehungsweise der Rocker-Gruppierung derzeit nicht verzeichnet. Allerdings merkt die Polizei an, dass sich im Mai in Nordhessen eine Hells Angels-Gruppierung, von den Rockern offiziell Charter genannt, in Kassel gegründet hat. Das endgültige Aus für den Rockerclub „Hells Angels MC Charter Göttingen“ kam im Juni. Der Verein hatte eine Frist ungenutzt verstreichen lassen. Damit wurde das Vereinsverbot, das vor zwei Jahren verhängt worden war, rechtskräftig. Die Hells Angels sind eine von „Outlaw Motorcycle Gangs“ (ungesetzliche Motorrad-Banden), die mit organisierter Kriminalität oder anderen schweren Verbrechen in Verbindung gebracht werden, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) damals zur Begründung. Im Oktober 2014 waren die Vereinsräume in Adelebsen durchsucht worden. Damals war umfangreiches Material, darunter Computer, Handys, Laptops und USB-Sticks, beschlagnahmt worden. (bsc)

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