Für ein intaktes Ostviertel

Kritik an Projekt mit 170 Wohnungen am Nonnenstieg

Kräftige Bauten: 170 Wohnungen sollen am Nonnenstieg auf dem ehemaligen IWF-Gelände entstehen. Anwohner kritisieren das Planungsverfahren und die massiven Gebäude. Repro: Kopietz
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Kräftige Bauten: 170 Wohnungen sollen am Nonnenstieg auf dem ehemaligen IWF-Gelände entstehen. Anwohner kritisieren das Planungsverfahren und die massiven Gebäude.

Göttingen. Gegen die Pläne eines Wohnquartiers am oberen Nonnenstieg im Göttinger Ostviertel regt sich Widerstand – vor allem aus den Reihen der Anlieger des ehemaligen Geländes des Institutes für den wissenschaflichen Film (IWF).

Auf dem 20 000-Quadratmeter-Areal will die dafür gegründete Bau- und Vermarktungsgesellschaft EBR Projektentwicklung GmbH 170 Wohnungen, 1800-Quadratmeter-Firmenflächen und 350 Tiefgaragenplätze bauen. Die Anwohner fürchten den zu erwartenden Verkehr, eine Zerstörung wertvoller Natur- und Erholungsflächen und eine Zersiedlung des Wohngebietes. Die Bürgerinitiative Pro Nonnenstieg i st aber vor allem mit dem bisherigen planerischen Vorgehen – auch von Seiten der Stadt nicht einverstanden. Die Stadt habe sich von den möglichen Alternativen Wohnbebauung und Ansiedlung von Instituten oder Firmen ohne Einbeziehung der Öffentlichkeit für die Wohnbebauung entschieden, so Gründungsmitglied Burkhard von Samson-Himmelstjerna.

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Für ihn und seine Mitstreiter muss aber jede Nachnutzungskonzeption dafür Sorge tragen, dass die Qualität des Wohnumfeldes erhalten bleibt. Dazu zähle eine topographisch harmonische Bebauung, darauf abgestimmte Infrastruktur, aber ebenso ein hoher Grünbestand und Trennung von Verkehrszonen durch Grünflächen.

Hauptkritikpunkt: Die geplanten, fünfgeschossigen Häuser sind zu hoch, passen nicht in das Gebiet und nehmen sogar Anwohnern den Sonnenlichteinfall. Die Initiative möchte letztlich auch verhindern, dass das Wohngebiet durch eine zu massive Bebauung seinen Charakter verliert.

Das nächste Treffen der Bürgerinitiative ist am Dienstag, 27. November, um 19 Uhr im Saal des Studentenwohnheims Collegium Albertinum, Bonhoefferweg 2, 37075 Göttingen.

Von Thomas Kopietz

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