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Peter Maffay und Wolfgang Niedecken sangen in Duderstadt

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Songs für Kinder
Songs für Kinder und das Projekt „Schutzräume“: Konzert in der Oberkirche von Duderstadt: Peter Maffay und Wolfgang Niedecken und Sängerin Tsipi Mashid (links). © HNA/Gleitze

Duderstadt. Das Treffen der Peter-Maffay-Stiftung in der Metropole des Untereichsfeldes hätte keinen würdigeren Abschluss mit einem großartigen Konzert in der St. Cyriakus Kirche finden können.

Der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, der aus gesundheitlichen Gründen absagen musste, dürfte sich im Nachhinein ärgern, nicht dabei gewesen zu sein, dankte aber in einer Grußbotschaft „Peter Maffay für seine Arbeit für Kinder“.

Der Hausherr, Propst Bernd Galluschke, hatte sein Gotteshaus wohl so überfüllt von Menschen lange nicht mehr erlebt. Man hatte das Gefühl, alle Duderstädter wollten sich diesen Aufmarsch an musikalischer Prominenz nicht entgehen lassen.

Den ganzen Tag über wurde bei dieser Veranstaltung unter dem Motto „Begegnungen – Schutzräume für Kinder“ über Themen wie „Gottes Kinder – Die Religion in der Verantwortung“ unter anderem mit der ehemaligen Vorsitzenden der evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, oder Themen wie „An die Kleinen denken, Kinder ernst nehmen“ auch mit Kinder-Liedermacher Rolf Zuckowski diskutiert.

Am Abend dann ließen sich die Teilnehmer und Zuhörer in der Kirche gefangennehmen, der mit der Living Gospel Choir begann.

Nachdenkliche Texte

Sie ließen sich umgarnen von bezaubernder Musik von Jule Neigel, nachdenklichen Texten der Liedermacher Stephan Krawczyk aus der ehemaligen DDR und Rolf Zuckowski oder auch ungewohnt sanften Tönen von Wolfgang Niedecken. Der BAP-Frontmann erzählte zwischendurch, was er 2004 in Uganda erlebt und gesehen hat. „Es war schrecklich, wie kleine Menschen zwischen acht und zwölf Jahren zu Kindersoldaten ausgebildet wurden. Die, die es überlebten, waren traumatisiert.“ Das von Niedecken ins Leben gerufene Projekt „Rebound“ kümmert sich um diese ehemaligen Kindersoldaten.

Moderator Sascha Hellen führte schwungvoll, aber auch mit vielen nachdenklichen Bemerkungen, durch diesen Abend in der Oberkirche, dem unter anderem auch der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, die Frau des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten, Eliza Olmert und der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff beiwohnten.

Bilder vom Konzert

Der Applaus wollte nicht enden, nachdem Maffay mit seiner Band, Niedecken und Tsipi Mashid gemeinsam im Altarraum diesen faszinierenden Abend gemeinsam mit einem Song beendeten. (gsd)

Von Walter Gleitze

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