Wirt kündigt Partei nach Farbanschlag

Linke rangeln mit der Polizei am Wahlkampfstand der AfD

Wahlkampf unter Polizeischutz: Am Stand der AfD in der Göttinger Innenstadt kam es zu Rangeleien mit Linken. Foto: bf
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Wahlkampf unter Polizeischutz: Am Stand der AfD in der Göttinger Innenstadt kam es zu Rangeleien mit Linken.

Göttingen. Nachdem bereits vorige Woche der Wahlkampf der AfD (Alternative für Deutschland) gestört wurde, gab es am Wochenende in Göttingen erneut Aktionen gegen die Partei. So kam es zu einem Faustschlag gegen einen Polizisten, außerdem gab es Rangeleien am Wahlkampfstand.

Am Freitagabend wollte die AfD einen Stammtisch im Gasthof "Zur Linde" in Göttingen-Geismar veranstalten. Die linke Kampagne "Alles muss man selber machen!" hatte zu einer Fahrradtour zum Gasthof aufgerufen. Bereits in der Nacht zum Freitag war die Fassade des Gasthauses beschmiert worden. Nach diesem Farbanschlag und einem offenen Brief von Anwohnern kündigte der Wirt der AfD ihren Tisch.

Aktualisiert um 13.50 Uhr.

Am Samstagvormittag kam es zu Rangeleien in der Göttinger Fußgängerzone, als die AfD gegen 10 Uhr einen Wahlkampfstand in der Weender Straße aufgebaut hatte. Nach Angaben der Göttinger Polizei skandierten etwa 20 Demonstranten aus der linken Szene unmittelbar vor dem Stand der AfD Parolen wie "Nazis raus" und zeigten Plakate mit dem Aufdruck "NAZIS RAUS" sowie ein Transparent mit der Aufschrift "Alles muss man selber machen - gegen Nazis und Rassisten". Nur durch die große Polizei-Präsenz seien die Gegner der Partei daran gehindert worden, den Stand zu stürmen, sagte ein Zeuge, was die Polizei bestätigte. Trotzdem versuchten Mitglieder der AfD, ihre Flyer in der gut besuchten City zu verteilen. Gegner der Partei sammelten die Broschüren kurzerhand wieder von den Passanten ein.

Die Polizei beklagte, die Demonstranten seien nicht zum Gespräch bereit gewesen und hätten auch mehrfache Aufforderungen ignoriert, den Bereich unmittelbar vor dem Wahlkampfstand zu räumen. Als Einsatzkräfte die Demonstranten abdrängten, seien mehrere Polizisten getreten worden. Ein gezielter Faustschlag habe einen Beamten am Kopf getroffen, ihn aber nicht verletzt. Gegen den Täter wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Außerdem stellte die Polizei die Personalien eines Demonstranten fest, der AfD-Flyer vom Tisch gewischt hatte. Die AfD baute ihren Wahlkampfstand vorzeitig um 14.10 Uhr ab.

Aufmerksamkeit hatte die Göttinger AfD vor allem durch den erst 19-jährigen Lennard Rudolph erlangt. Er ist stellvertretender Vorsitzender für Recht und Finanzen und Schatzmeister des AfD-Kreisverbandes Göttingen/Osterode. Ihm wird vorgeworfen, ein Neonazi zu sein. Im Internet kursieren Fotos des Mannes, auf denen er einen Hitlergruß zeigt. Rudolph streitet die Vorwürfe ab und spricht von einer Fotomontage und Hetzkampagne gegen ihn und gegen seine Partei. (bf)

IngenieurPolitikAntwort
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Das Grundgesetz der BRD sieht jede Meinungsäusserung eines Bundesbürgers als gleichberechtigt an. Ob der der Bürger jetzt Arbeit hat oder nicht, ist dabei egal. Was soll denn dieses "Stammtischgeschwätz". So übel ist die Kneipe doch gar nicht, in der wir hier sitzen.
mfg, Thomas

TilleAntwort
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Ich glaube, dass du im Vergleich zu Bernd Lucke und den anderen Professoren für Wirtschaftslehre im Vorstand der afd keine Ahnung von der Materie hast. Die afd ist bei wohl-o-meter zum Glück bereits bei 11% ;-)

economy4mankindAntwort
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Nein, am besten die AfD erhält über 15% und die Linken über 5%, fehlt nur noch Freie Wähler über 5% und Piraten über 5% und schwarz-rot KEINE Mehrheit! Achso, die ödp ist auch noch ganz vom Tisch: 3 Direktmandante dann zählt der Rest (0,5 - 2%) mit!

Kommentare

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