Lumiere: Zum Europäischen Filmfestival kommen auch Regisseure

Spanien als Schwerpunktland: Beim Europäischen Filmfestival des Lumiere-Kinos in Göttingen ist auch der Streifen „Julieta“ mit Emma Suarez zu sehen. Foto: nh

Göttingen. Das Europäische Filmfestival im Lumiere gibt es seit 37 Jahren. Es ist damit älter als das Kino selbst. Zum 37. Mal werden ab Freitag, 25. November und bis Sonntag, 4. Dezember, Filme aus Europa laufen.

39 mal wird sich der Vorhang für Filme im Kino Lumiere und – wie stets beim Filmfestival – auch in der Alten Universitätsbibliothek heben. Göttingen wird mit seiner mittlerweile ausgedünnten Kinolandschaft und nur einem Programmkino zu einer Hochburg des besonderen Films.

Lumiere-Geschäftsführer Wilfried Arnold freut sich schon auf die Woche mit „wieder einmal tollen Filmen aus Europa“, wie er sagt. Darunter sind viele Premieren. Denn trotz aller vorhandenen Routine – das Festival findet zum 37. Mal statt – ist es für Arnold und die Lumiere-Mannschaft stets etwas Besonderes, ein Highlight im Jahres-Veranstaltungskalender.

Besonderheit ist auch, dass es alljährlich ein Schwerpunktland gibt: Spanien steht diesmal im Fokus. 14 Streifen von Filmemachern von der iberischen Halbinsel sind im Programm. Zum Auftakt läuft „El Destierro – Niemandsland“, ein Drama aus dem spanischen Bürgerkrieg (Freitag, 25. November, 19 Uhr). Der wiederum wird auch in einer Ausstellung behandelt. Vom 25. November bis zum 18. Dezember ist im Foyer des Kulturwissenschaftlichen Zentrums der Uni die Fotoschau „80 Jahre – Spanischer Bürgerkrieg“ (kostenlos) zu sehen. Ausstellung und Eröffnungsfilm stünden für den jungen spanischen Film, sagt Wilfried Arnold: „Das Thema prägt die Filmemacher in Spanien.“

Weiteres Schwerpunktland ist traditionell Italien in der Dauerreihe „Cinema Italia“, weil die Lumiere-Macher enge Kontakte zu Verleihern italienischer Filme hegen und pflegen. Deshalb sind auch immer wieder Regisseure zu Gast bei den Vorstellungen: diesmal kommt Giuseppe Gaudino, der nach der Vorstellung von „Aus Liebe zu Euch – Per amor vostro“ (Samstag, 26. November, 19 Uhr) für eine Diskussion zur Verfügung steht.

Und welche Filme empfehlen die Festivalmacher besonders? „Das ist immer schwer“, sagt Wilfried Arnold, dem spontan aber „Ich, Daniel Blake“ des renommierten Top-Regisseurs Ken Loach einfällt (Sonntag, 4. Dezember, 19.30 Uhr), und „Paula“ über das Leben von Paula Modersohn-Becker. Regisseur Andreas Wilcke, wird ebenfalls zur Premiere am Sonntag, 4. Dezember, um 17 Uhr im Lumiere sein. Weiterer Tipp ist „Made in France“, ein brisanter Film mit aktuellem Bezug: Ein Journalist schleicht sich in Paris in die Zeller einer islamistischen Gruppe ein. Der Film wurde in Frankreich zeitweise abgesetzt. Ebenso zeitgerecht Die Flüchtlingsgeschichte „Weilcome to Norway“ (Freitag, 25. November, 19 Uhr, SUB).

• Europäisches Filmfestival, Lumiere-Kino, Alte Uni-Bibliothek, Freitag, 25. November bis Sonntag, 4. Dezember. Karten und Programm: www.filmfest-goettingen.de und www.lumiere.de

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