HealthCare-Sparte ist der Umsatzmotor

Mehr Mitarbeiter und Umsatz: Ottobock wuchs 2015 kräftig

Duderstadt. Die Firmengruppe Ottobock hat 2015 noch einmal eine Schippe draufgepackt – sowohl bei der Zahl der Mitarbeiter als auch beim Umsatz, wie die Unternehmensleitung am Mittwoch mitteilte.

Die Firmengruppe mit den vier Säulen HealthCare, Kunststoff, Sycor und Baltic Yachts beschäftigt 7614 Mitarbeiter weltweit. Ende 2014 waren es 7329.

Der Umsatz wurde um währungsbereinigt 7,3 Prozent gesteigert und belief sich am Ende des Geschäftsjahres 2015 auf 1,031 Milliarden Euro. Inklusive der Umsätze von zugekauften Firmen und der Joint Ventures „Foam Partner Bock“ und „TechnoGel“ wuchs die Jahresleistung von 1,018 Milliarden Euro 2014 auf nun 1,126 Milliarden Euro. Über den Gewinn machte Ottobock keine Angaben.

Motor der Firmengruppe ist die Ottobock HealthCare mit dem Stammsitz Duderstadt. Sie steuerte 82 Prozent, also 847,7 Millionen Euro, zum Gesamtumsatz bei. Neue, innovative Produkte wie das mechatronische Beinprothesensystem Kenevo und die 4. Generation des C-Leg seien für das gute Ergebnis ebenso verantwortlich wie der laut Unternehmen „offensive Ausbau des weltweiten Netzwerkes in der Patientenversorgung“.

Von den Märkten ragt die USA als starker Markt für Ottobock heraus: Dort erzielte die Firmengruppe im vergangenen Jahr 172 Millionen Euro Umsatz und ein währungsbereinigtes Plus von acht Prozent. Auch dort waren die mechatronischen Produkte maßgeblich am Erfolg beteiligt. Auf dem Markt Deutschland-Österreich-Schweiz sprang ein Umsatzplus von 4,5 Prozent heraus. Umsatz dort: 122 Millionen Euro. In West-Europa betrug der Umsatz 443 Millionen Euro (plus 5,2 Prozent).

Der Blick in die Zukunft lässt für das Duderstädter Unternehmen vor allem in Brasilien gute Zahlen erwarten. Dort wurde über Patient-Care-Zentren in Rio und Sao Paulo die Patientenversorgung erheblich verbessert. „Daraufhin meldeten andere Patientenversorger den Wunsch an, ihre Mitarbeiter von Ottobock fortbilden zu lassen“, heißt es. Ergebnis: Der Wissenstransfer wurde mit ausgewählten Partnern landesweit umgesetzt und führte zu einer steigenden Nachfrage an Premiumprodukten.

Inzwischen bietet Ottobock mit seiner Service Fertigung in Valinhos den Kunden an, für sie die Herstellung hochwertiger Prothesenschäfte zu übernehmen. Darüber hinaus werden auf Wunsch auch die Komponenten eines Prothesensystems so zusammengestellt, dass für den Patienten die individuell beste Konfiguration von Passteilen erfolgt. 2014 hat Ottobock die Firma Polior zu 75 Prozent übernommen, die eben solche Passteile in Brasilien herstellt.

In Brasilien wird Ottobock auch als Partner der Paralympics dabei sein. 77 Orthopädietechniker aus 26 Ländern werden die Athleten auf Top-Niveau versorgen.

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Rubriklistenbild: © dpa

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