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Noch eine Geldbuße für den Ex-Büroleiter

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Göttingen/Lemgo. Der frühere Büroleiter des niedersächsischen Sozialministeriums, Andreas Kasper (CDU), muss wegen seiner Plagiatsaffäre eine weitere Geldbuße zahlen.

Bereits im Januar hatte die Staatsanwaltschaft Göttingen gegen ihn einen Strafbefehl über 9000 Euro wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz verhängt, weil er seine juristische Doktorarbeit zu einem erheblichen Teil aus Fremdtexten zusammengeschustert hatte.

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Detmold ein weiteres Strafverfahren gegen ihn unter der Auflage eingestellt, dass er eine Geldbuße von 10 000 Euro an die Staatskasse zahlt. Kasper war zur Last gelegt worden, in Beiträgen für verwaltungsrechtliche Fachzeitschriften aus Werken anderer Autoren zitiert zu haben, ohne diese Zitate kenntlich zu machen.

Doktortitel aberkannt

Kasper war von Dezember 2006 bis September 2008 Leiter des persönlichen Büros der niedersächsischen Sozialministerin und wurde danach Vorsteher des Landesverbands Lippe.

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Nachdem die Plagiatsvorwürfe bekannt geworden waren, erkannte ihm die Universität Göttingen den im Juni 2004 verliehenen Doktortitel wieder ab. Nachdem er einen Rücktritt abgelehnt hatte, wählte ihn im Mai die Verbandsversammlung des Landesverbands Lippe als Vorsteher ab. Ihm stehen noch fünf Jahre lang 75 Prozent seiner früheren monatlichen Bezüge von 7200 Euro zu. (pid)

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