Ottobock: Hilfe bei Aufbau von Reha-Zentrum in Afrika

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Gemeinsames Engagement für Ruanda: (von links) Ronald Menzel-Nazarov von der Christoffel-Blindenmission, die Otto-Bock-Vertreter Kingsley Diores, Klaus Frölich sowie Karl Heinz Burghardt und CBM-Geschäftsführer Dr. Rainer Brockhaus bei der Vertragsunterzeichnung.

Duderstadt/Berlin. Das Duderstädter Unternehmen Ottobock unterstützt die Christoffel-Blindenmission Deutschland (CBM) beim Neubau eines orthopädischen Rehabilitationszentrums in Ruanda.

Kürzlich unterzeichneten Vertreter der Medizintechnik-Firma und der gemeinnützigen Organisation in Berlin einen Kooperationsvertrag, der das erste gemeinsame Projekt besiegelt.

Geplant ist der Bau einer umfassend ausgestatteten Orthopädiewerkstatt zur Versorgung von Menschen mit Behinderung. Das Zentrum wird an das Gahini Hospital angegliedert, das das Projekt vor Ort umsetzt. Gleichzeitig unterstützt das ruandische Gesundheitsministerium den Aufbau des Zentrums mit einem besonderen Status innerhalb des öffentlichen Gesundheitssystems.

Positive Entwicklung

„Wir sehen in Ruanda eine kontinuierlich positive Entwicklung, die wir fördern möchten“, sagt Klaus Frölich, der bei Ottobock die Exportaktivitäten in der Region Osteuropa, Naher Osten und Afrika verantwortet. „Ruanda ist ein gutes Beispiel dafür, dass Afrika sich verändern kann“, fügt Kingsley Diores von Otto Bock hinzu. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern sei Ruanda fortschrittlich. So existiere dort ein staatliches Gesundheits- und Versicherungssystem, auch das Bewusstsein für die Belange und Rechte von Menschen mit Behinderung sei vergleichbar mit dem in Europa. Allerdings mangele es an der nötigen Infrastruktur sowie ausgebildeten Fachkräften, um den Bedarf an medizintechnischer Versorgung zu decken.

Vor diesem Hintergrund ist das gemeinsame Projekt von Ottobock und der Christoffel- Blindenmission als nachhaltige Initiative über mehrere Jahre angelegt. Mit Unterstützung von Ottobock wird die Werkstatt geplant, eingerichtet und bis Januar kommenden Jahres fertig gestellt. Zudem bildet das Unternehmen Orthopädietechniker aus, die die Menschen vor Ort versorgen können. Noch in diesem Jahr sind in der Ottobock Firmenzentrale in Duderstadt Seminare mit vier Technikern und einem Physiotherapeuten aus Ruanda geplant.

„Wie bei all unseren Aktivitäten geht es darum, vor Ort Infrastrukturen aufzubauen und das Versorgungsniveau im Land zu erhöhen“, erklärt Klaus Frölich. „Mit diesem ersten gemeinsamen Projekt blicken wir in die Zukunft“, sagte Klaus Frölich von Ottobock. Schon jetzt liefen Gespräche über weitere mögliche Kooperationen in anderen afrikanischen Ländern.

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