Pilzbefall von Eschen: Baumpflege in Uni-Stadt dauert länger

Pilz ist Auslöser: Der Befall führt zum Absterben der Triebe der Eschen. Foto: dpa

Göttingen. Ein aus Japan stammender Schlauchpilz macht dem Eschenbestand in Göttingen zu schaffen. Deshalb sind umfangreiche Pflegearbeiten erforderlich, die länger dauern als ursprünglich geplant.

Deshalb bleibt die Herzberger Landstraße bis Donnerstag, 28. Juli, täglich von 7 bis 17 Uhr gesperrt.

Das Sterben der Eschentriebe ist seit 2006 in Göttingen bekannt. In diesem Jahr zeigen sich die Schäden nach Angaben der Stadt massiv entlang der Bundesstraße 27 in östlicher Richtung. Im Göttinger Wald sind die Schäden nach den Worten des stellvertretenden Fachdienstleiters ebenfalls unübersehbar.

Auslöser ist ein mikroskopisch kleiner Schlauchpilz aus Japan mit dem Namen „Falsches Weißes Stengelbecherchen“, dessen Sporen über den Wind verbreitet werden und Eschen aller Sorten und jedes Alters gefährden. Bei befallenen Bäumen lichtet sich zunächst die Krone. Erst sterben Blätter und Zweige und dann die Bäume insgesamt ab, meistens nach der Ausbildung von sogenannten Stammfußnekrosen mit dem gleichzeitigen Befall durch Hallimasch.

Die Stadt Göttingen besitzt etwa 1500 Eschen als Park- und Straßenbäume. Im Stadtwald sind etwa 20 Prozent der Bäume Eschen. In anderen Bereichen ist der Eschenanteil höher.

Sicherung der Holzqualität

Zur Sicherung der Holzqualität wird im Stadtwald werden stark befallene Bäume gefällt. Außerhalb des Waldes werden Eschen zunächst nur gefällt, wenn die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet ist. (bsc)

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