Verleihung im Deutschen Theater

Innovationspreis des Landkreises: Preise für echte Neuheiten

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Die Sieger: Sie wurden am Donnerstag im Deutschen Theater ausgezeichnet. Der „Innovationspreis des Landkreises Göttingen“ wurde zum elften Mal verliehen.

Göttingen. Sie gehören zu den besonders innovativen Firmen und Einrichtungen in der Region. Bei der Preisverleihung am Donnerstag im Deutschen Theater in Göttingen wurden sie ausgezeichnet.

Die positiven Beispiele wurden den Zuschauern im großen Saal vorgestellt. In der Kategorie „Gründer und Jungunternehmer“ (37 Teilnehmer) siegte Dr. Martin Friedrich von der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie der Universitätsmedizin Göttingen mit seinem „Turbulenzgesteuerten Absaugsystem zum blutschonenden Absaugen von Blut bei schwierigen Operationen“. Platz zwei ging an „Fovea“, die fotooptische Messung von Holz auf Sammelplätzen mit Hilfe eines Smartphone-Programms. Die Anwendung wurde von Absolventen der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst entwickelt.

Der Diplom-Holzwirt und Technik-Pädagoge Wolfgang Peter landete mit „Barri-Mess“ auf Rang drei. Der Behindertenbeauftragte des Landkreises Göttingen entwickelte ein Messgerät für die Barrierefreiheit in Gebäuden.

In der Kategorie „Bewerber mit bis zu 20 Mitarbeitern“ (33 Teilnehmer) sicherte sich die Vereta GmbH aus Einbeck mit ihrem mobilen „Feinstaubmessgerät 2.0“ den Sieg, Das Göttinger IGR Institut für Glas- und Rohstofftechnologie GmbH kam mit dem „Alternativen Recyclingglas für die deutsche Hohlglasindustrie“, das zur Kohlendioxid- und Energiereduzierung beiträgt, auf den Silberrang. Platz drei ging an die „Grünewald Fliesen + Naturstein“ aus Scheden für die frostfreie Außentreppe. Dabei wird der Naturstein der Treppe auf einem speziellen Beton aufgebracht.

Die Wilh. Lambrecht GmbH aus Göttingen gewann in der Kategorie „Bewerber über 20 Mitarbeiter“ (21 Bewerber) mit ihrem „doppelt gravimetrischen Niederschlagssensor“. Die Northeimer ContiTech Elastomer Beschichtungen GmbH kam mit „Thermo Protect“auf Rang zwei. Damit können Rohre ummantelt und Wärmeverluste um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Die Novelis Deutschland GmbH aus Göttingen landete ihrem „neuartigen Messverfahren für ultradünne metallische Schichten“ auf den Bronzerang.

Den Sonderpreis „Umwelt“, der vom Umweltministerium gestiftet und von Kultusministerin Frauke Heiligenstadt überreicht wurde, ging an die Firma „Geese Beratende Ingenieure“ aus Hardegsen für „Energieeffizienz hoch drei – zukunftsorientierte Erneuerung der Energieversorgung eines Industriebetriebes“. Umgesetzt wurde das Projekt bei der Rohde AG, einem Hersteller von Griffen in Nörten-Hardenberg.

Den Sonderpreis „Bildung“ heimste die Volkshochschule Göttingen für ihre „arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung“ ein.

Dr. Robert Ventzki von der Universitätsmedizin Göttingen bekam den Sonderpreis „Wissenschaft“ für seine „3D-Gel Elektrophorese“, eine neue Methode zur Proteinanalyse.

Innovationspreis des Landkreises Göttingen: Bilder der Verleihung

Hintergrund: Die Sieger jeder Kategorie erhalten jeweils 3000 Euro Preisgeld

Der Innovationspreis des Landkreises Göttingen wird seit 2003 verliehen. Die Sieger jeder Kategorie erhalten je ein Preisgeld von 3000 Euro sowie eine Skulptur des Künstlers Christian Jankowski. Jeweils 2000 Euro beziehungsweise 1000 Euro gehen als die Zweit- und Drittplatzierten. Die Sonderpreise sind mit je 3000 Euro dotiert.

Bei der Bewertung der Vorschläge zählen besonders das Alleinstellungsmerkmal der Innovation, der wirtschaftliche Erfolg und die volkswirtschaftliche Ausrichtung. Über 100 Bewerbungen für den Innovationspreis waren bei der Wirtschaftsförderung Region Göttingen eingegangen. Davon wurden über 90 zum Wettbewerb zugelassen. (bsc)

Kontakt:  WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen, Bahnhofsallee 1b, 37081 Göttingen, Tel. 0551/99 95 49 80. www.wrg-goettingen.de

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