Radweg nach Rosdorf könnte zur zweispurigen Radler-Straße werden

Knifflige Ecke: Auch der Radweg an der Bürgerstraße/Rosdorfer Weg soll als E-Radschnellweg weitergeführt werden bis Rosdorf. Foto: Rampfel

Göttingen. Der E-Radschnellweg – die breite Autobahn für Radfahrer in der Innenstadt – steht Pate für ein Projekt: Auch der Radweg-Abschnitt zwischen Groner Tor und Einmündung Rosdorfer Weg soll von Bikern auf der Westseite der Bürgerstraße in beiden Richtungen befahren werden können.

Zudem soll auch das Teilstück des Rosdorfes Weges zwischen Schieferweg und Bürgerstraße nach dem Willen der Verwaltung auf einem breiten Radweg zukünftig im Gegenverkehr fahren. An die bestehene Einbahnstraßenregelung halten sich ohnehin nicht alle Radfahrer.

Im Bauausschuss

Für den Bau der deutlich breiteren Rad-Straße sind umfangreiche Bauarbeiten nötig, über die der Bauausschuss am Donnerstag, 8. September, berät. Im Rosdorfer Weg soll dazu ein Hochbord-Radweg gebaut und die Kreuzung zum Schieferweg einen Mini-Kreisverkehr erhalten.

Fortsetzung E-Radschnellweg

Voraussetzung für die Umsetzung ist eine Förderzusage der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Der neu ausgebaute Radweg könnte somit Teil der geplanten Fortführung des E-Radschnellwegs vom Göttinger Bahnhof bis nach Rosdorf werden.

Anschluss an Brauweg

Hintergrund des Umbaus ist das Fehlen einer attraktiven Radverkehrsverbindung zwischen dem Brauweg, der Marienstraße, Wiesenstraße auf der einen Seite und dem Bahnhof auf der anderen Seite.

5,50 Meter breit

Für den Zweirichtungsradverkehr müsse die Breite des Seitenraums mindestens 5,50 Meter betragen, so die Verwaltung. Dazu müsse die bauliche Trennung auf der Bürgerstraße entfernt und durch eine durchgehende doppelte Mittellinie ersetzt werden.

Zudem soll die Einmündung von der Bürgerstraße in den Rosdorfer Weg eine veränderte Geometrie erhalten, so der Vorschlag der Stadtverwaltung. Dadurch werde das unfallträchtige zügige Abbiegen von Autos unterbunden. Die Kosten würden sich auf 275.000 Euro belaufen.

Bürgerstraße fraglich

Einen Zweirichtungsradweg im weiteren Verlauf der Bürgerstraße – zwischen Rosdorfer Weg und Lotzestraße - zu bauen, ist wenig realistisch. So müssten dafür auch Gebäude abgerissen werden, um die erforderliche Breite zu erreichen. Außerdem müsse die Rechtsabbiegspur in die Lotzestraße entfallen, was zu Rückstaus führen würde. Kosten für dieses große Projekt: etwa 1,3 Millionen Euro.

Auch diese Maßnahme sei grundsätzlich zuwendungsfähig, jedoch mit geringen Erfolgsaussichten, heißt es auch der Verwaltung. Allerdings sollen im weiteren Verlauf der Bürgerstraße nach dem Willen der Verwaltung Umbauten stattfinden.

So ist geplant, weitere Fußgängerüberwege zu schaffen und die bisherigen attraktiver zu gestalten.

Weitere Umbauten

Auch der Kreuzungsbereich Bürgerstraße/Lotzestraße/Nikolaistraße soll radfahrgerecht umgebaut werden, um das Linkseinbiegen aus der Lotzestraße in die Bürgerstraße in Richtung Bahnhof zu erleichtern.

Wann die Arbeiten beginnen könnten, stehe noch nicht fest. (ysr)

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