Reiseregionen werden neu geordnet: Göttingen zählt jetzt zum Harz

Anziehungspunkt in der City: Der Gänselieselbrunnen mit Göttinger Symbolfigur – hier mit Osterschmuck – vor dem Alten Rathaus ist weithin bekannt und lockt viele Besucher an. Göttingen wird jetzt statistisch der Tourismusregion Harz zugeordnet. Archivfoto: Kopietz

Göttingen. Göttingen gehört zum Harz, Hann. Münden zum Weserbergland – zumindest was die neue touristische Zuordnung und die Statistik der Beherbungszahlen angeht. Die Kreisfusion machte eine andere Zuordnung von Städten und Gemeinden zu den Reiseregionen in Niedersachsen notwendig.

Nach Gesprächen zwischen Niedersächsischem Wirtschaftsministerium, Stadt Göttingen, Landkreis Göttingen und Tourismusverbänden wurde alles neu geregelt, auch, um die Beherbungszahlen treffend ermitteln zu können.

Der bisherige Landkreis Göttingen wird derzeit der Reiseregion Weserbergland/Südniedersachsen zugerechnet, der Landkreis Osterode am Harz der Reiseregion Harz. Eine Zuordnung des gesamten künftigen Landkreises Göttingen zu einer dieser Reiseregionen schied aufgrund der geografischen Lage und der Vielfalt der touristischen Ausrichtungen aus, teilte der Landkreis mit.

Das Ergebnis: Die Städte Göttingen und Duderstadt, die Samtgemeinden Gieboldehausen und Radolfshausen, der Flecken Bovenden und die Gemeinden Rosdorf, Gleichen und Friedland werden künftig der Reiseregion Harz zugeordnet. Die Stadt Hann. Münden, die Samtgemeinde Dransfeld, die Gemeinde Staufenberg und der Flecken Adelebsen verbleiben bei der Reiseregion Weserbergland.

Laut Landkreis würden damit „faktische touristische Ausrichtungen statistisch nachvollzogen“. So profitiere die Stadt Göttingen im Tagestourismus von Urlaubern und Ausflüglern aus dem Harz. Die Tourismuswirtschaft in Göttingen sieht darin auch ein Potenzial für Göttingen.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler erklärte: „Die neue Erfassung ist sachgerecht, aus unserer Sicht aber auch ein weiteres Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen aus dem Harz, die künftig zu unserem Landkreis gehören.“

Aus Sicht des Landkreises ergänzte Landrat Bernhard Reuter: „Die neue Zuordnung der Beherbungszahlen wird der Bedeutung der Reiseregion Harz gerecht.“ Deren Attraktivität für den Tourismus sei künftig statistisch besser greifbar. „Die Gemeinden im Südharz sind ein wesentlicher Teil der Reiseregion Harz. Das wird in der Wahrnehmung und Außendarstellung künftig eine stärkere Rolle spielen“ kündigt Reuter an.

Mehr Informationen zu den Urlaubsregionen im Internet:

www.reiseland-niedersachsen.de/niedersachsens-regionen.

Von Thomas Kopietz

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