Göttinger Schulen

Roboter-Wettbewerb: Wie Krabben auf Rädern

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Tüftler: Dominik Freiberg (links) und Simeon Keske von der Montessori-Grundschule mit ihren Lego-Fahrzeugen beim ersten Göttinger Roboter-Wettbewerb.

Göttingen. Sie sehen aus wie Krabben auf Rädern oder wie kleine Mondfahrzeuge. Die Rede ist von Lego-Robotern, die Schüler dreier Gymnasien und zweier Grundschulen beim 1. Göttinger Roboter-Wettbewerb in der Aula des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG) ins Rennen schickten.

„In vielen Schulen werden im Rahmen des Informatik-Unterrichts oder von Arbeitsgruppen solche Roboter gebaut und da dachten wir uns, dass man daraus einen regionalen Wettbewerb machen könnte“, sagt Initiator und Mitorganisator Sebastian Stehlik, der am THG Informatik unterrichtet.

Nachdem man alle Grundschulen und Gymnasien des Landkreises eingeladen hatte, kamen gerade mal fünf Zusagen: Neben dem THG selbst schickten das Felix-Klein-Gymnasium und das Otto-Hahn-Gymnasium sowie die Grundschule aus Diemarden und die Göttinger Montessori-Grundschule insgesamt knapp 20 Teams ins Rennen. „Wahrscheinlich war die Vorlaufzeit von Ende des Jahres bis jetzt einfach zu kurz, um eine noch größere Resonanz zu erzielen“, mutmaßt Norbert Gebel von der THG-Schulleitung, der sich dennoch „alles andere als unzufrieden“ zeigt.

Bei dem Wettbewerb der Fünft- und Sechstklässler ging es darum, zunächst in der Schule oder zuhause einen Roboter so zu bauen und zu programmieren, dass er einen etwa 2,50 Meter langen Zick-Zack-Parcours ohne Fehler und in möglichst kurzer Zeit zurücklegt. Die besten der mit Licht- oder Ultraschallsensoren ausgerüsteten Roboter schafften dies in weniger als zehn Sekunden.

Der zweite Teil der Aufgabe bestand darin, den Roboter innerhalb von zwei Stunden so umzuprogrammieren und gegebenenfalls umzubauen, dass er am Ende des Parcours umdreht und die Strecke auch wieder zurückfährt. Etwas weniger anspruchsvoll stellte sich die Aufgabe für die Grundschüler dar. Ihre Gefährte hatten eine sieben Meter lange, dafür aber gerade Strecke in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen.

„Da sind schon eine Menge kreative Köpfe dabei“, meinte Sebastian Stehlik und zeigt sich vom Können einiger Teilnehmer sehr beeindruckt. „Die Roboter sind alle ganz unterschiedlich konstruiert und alle Schüler haben sich viele Gedanken gemacht.“ Nicht zuletzt deshalb gab es am Ende auch für alle Teilnehmer eine Urkunde.

Über einen richtig tollen Preis freuen darf sich das Siegerteam Nils Beinhorn und Maximilian Belder vom Otto-HahnGymnasium, das sich beim Besuch eines VW-Werkes „echte“ Roboter bei der Arbeit ansehen darf. Den zweiten Platz belegte Team 4 des Felix-Klein-Gymnasiums, den dritten THG-Jupiter.

„Das ist eine großartige Veranstaltung“, lobte Schedens Grundschulleiterin Cornelia Klaer als Zaungast: „Eigentlich wollte ich mit einigen meiner Schüler daran teilnehmen, aber die Einladung kam doch etwas zu kurzfristig.“ (per)

Von Per Schröter

Fotos: 1. Göttinger Roboter-Wettbewerb

1. Göttinger Roboter-Wettbewerb

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