Göttinger Piratenpartei sucht Fotos - Badeverbot für Rosdorfer See kippen

Badende gesucht: Viele Menschen besuchten im August 2013 den Rosdorfer Baggersee. Göttinger Piratenpartei sucht mit Fotowettbewerb Beweisen, dass der See trotz Badeverbot noch genauso beliebt ist. Archiv: Rampfel

Rosdorf. Baden am Rosdorfer Baggersee wirklich weniger Menschen als in anderen Teichen? Diese Frage will die Piratenpartei Göttingen untersuchen und ruft deshalb zum Fotowettbewerb „Baden im Rosdorfer Baggersee" auf.

Offiziell besteht in dem See weiterhin ein Badeverbot. Trotzdem gibt es weiterhin Badegäste, insbesondere bei gutem Wetter. Die Aktion wird von der Fraktion der Linken im Kreistag unterstützt, teilten die Piraten mit. Hintergrund des Wettbewerbs sei eine Mitteilung der Niedersächsischen Gesundheitsbehörde, dass am Rosdorfer Baggersee nach einem Bericht der Stadt Göttingen keine große Anzahl von Menschen baden würde.

Der See hatte jüngst für Schlagzeilen gesorgt. Ein Asylbewerber war dort ertrunken.

Aufgrund des 2014 ausgesprochenen Badeverbotes würden in diesem Jahr viel weniger Menschen als früher in dem See baden, heißt es in dem Pressebericht der Piraten. In Niedersachsen gilt die Regel, dass die Gewässerqualität eines Sees dann überwacht werden muss, wenn eine „große Anzahl“ von Menschen dort badet. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Baden verboten ist oder nicht.

Die Piratenpartei will dem Urteil widersprechen und dem zuständigen Ministerium Dokumente vorlegen, die geeignet sind zu belegen, dass viele Menschen am Rosdorfer Baggersee baden gehen.

Nachweise können mit Fotos oder Filmaufnahmen erbracht werden - auch von der Presse oder dem Fernsehen - und an das Ministerium geschickt werden. Die Piraten rufen auf, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen und mit dem Zusenden geeigneter Aufnahmen an das Ministerium zu bewirken, dass der Rosdorfer Baggersee als ein Badegewässer anerkannt und überwacht werden muss.

Ziel des Wettbewerbs: Auf den Fotos oder Videos sollen möglichst viele Menschen zu sehen sein, die im Wasser schwimmen. Nur mit dem Füßen im Wasser stehen reiche nicht. Es dürfen gerne mehrere Aufnahmen eingereicht werden, solange sie am selben Tag entstanden sind. Die Gesichter der Personen dürfen aber nicht erkennbar sein.

Die Piratenpartei Göttingen wird mit dem Ende der Badesaison am 15. September die Aufnahme prämieren, auf der am meisten schwimmenden Personen zu sehen sind.

Fotos oder Filmaufnahmen können unter dem Betreff „Göttingen geht baden“ an folgende E-Mail-Adressen geschickt werden: badegewaesser@ms.niedersachsen.de oder vorstand@piratenpartei-goettingen.de.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.