Spur der Verwüstung

Der Tag nach der Windhose: 500 Meter lange Schneise zieht sich durch Dramfeld

Dramfeld. Eine Spur der Verwüstung zieht sich durch den kleinen Ort Dramfeld bei Göttingen. Kaum ein Dach entlang der Hauptstraße ist von dem gestrigen Tornado verschont geblieben.

Mit welcher Wucht die Windhose den Ort traf, zeigen die Schäden: Mindestens 32 Dächer, davon acht Scheunen, wurden am Sonntag gegen 15.30 Uhr ganz oder teilweise abgedeckt. Dicke Baumstämme knickten um, ganze Bäume wurden entwurzelt.

Am Tag danach: Versicherer, Handwerker, jede Menge Pressevertreter und Lokalpolitiker wuseln durch den kleinen Ort. Die Hauptstraße ist wieder einseitig befahrbar. Erste Dächer werden schon neu gedeckt.

Zimmerermeister Jan Buth von der örtlichen Zimmerei und Holzbaufirma hat ordentlich zu tun: „Wir sind bemüht, bis Ende der Woche zumindest einen Dichtschutz an den betroffenen Häusern zu gewährleisten, damit kein Durchfeuchtungsschaden entsteht.“ Bis wann die Schäden gänzlich behoben seien, könne man jetzt jedoch noch nicht absehen. Dafür seien zu viele Häuser betroffen.

Auch die genaue Schadenshöhe ist noch nicht abzusehen, erklärt Roland Graba, Schadensregulierung von der VGH-Versicherung und zuständlich für das vom Tornado beschädigte Grundschulgebäude. Bisher wird von mindestens 500.000 Euro ausgegangen.

„Die Schneise der Windhose ist etwa 500 Meter lang und geht durch den gesamten Ort“, sagt Gemeindebrandmeister Martin Willing. Seit 18 Jahren ist er Feuerwehr-Chef in der Gemeinde Rosdorf, aber so etwas habe er in seiner Laufbahn noch nicht erlebt.

Lob an die Gemeinde

Dennoch hat der Alltag wieder Einzug gehalten in die etwa 550 Seelengemeinde: „Die Dramfelder sind super organisiert“, lobt Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg die Gemeinde. Innerhalb kürzester Zeit wurden erste Schäden reguliert und alles habe wieder seinen geregelten Gang genommen. Auch dank des Einsatzes der Feuerwehren Dramfeld, Sieboldshausen und Obernjesa. Sie unterstützten die Bewohner, reinigten Straßen und Gehwege. 

Windhose zieht Spur der Verwüstung durch Dramfeld

Rubriklistenbild: © Triesch

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