Gemeinsam und transparent (GuT) will junge und ältere Menschen zusammenbringen

Neue Wählergemeinschaft "GuT" mit 15 Aktiven in Rosdorf

+
Neulinge und „Alte Hasen“: Die Wählergemeinschaft GuT tritt in Rosdorf erstmals bei der Kommunalwahl an und hofft auf einige Sitze im Gemeindeparlament. Von links Uwe Döhling, Thommy Gesche, Alexander de Vries, Fabienne Freudenthal, Gerhard Winter, Harald Merker, Dieter Eikenberg, Henning Wette und Matthias Jacobs. 

Rosdorf. Wählergemeinschaften gehören vor allem in kleinen Gemeinden in die politische Szene. Doch wie kommt es eigentlich zu einer Gründung?

In Rosdorf gibt es eine Vereinigung, die erstmals zur Kommunalwahl antritt. Sie sind in jeglicher Hinsicht ein bunter Haufen, sie wollen die überschaubare politische Landschaft in der Gemeinde Rosdorf aufmischen, und sie haben sich einen prägnanten Namen gegeben, der etwas verspricht: GuT - das steht für „Gemeinsam und transparent“.

Für alle Ortsteile

Das ist mehr als ein Werbespruch, der Wähler fangen soll. Denn „GuT“ will mehr: „Viele verschiedene Menschen mitnehmen und etwas vor Ort, in Rosdorf und allen Ortsteilen erreichen - gemeinsam“, beschreibt Dieter Eikenberg, ein Alt-Grüner, der einen neuen Weg geht, und schon jetzt „echt begeistert ist“.

Raus aus alten politischen Schiene, hin zu neuen - unbefestigten - Wegen, mit klaren Zielen. So könnte man das beschreiben, was die etwa 15 Aktiven der Gruppe vorhaben.

Neulinge und Alte Hasen

Und so treffen mit den neun „GuT“-Kandidaten politische Neulinge und alte Hasen aufeinander: Harald Merker ist immerhin 55 Jahre alt, aber will als Neuling durchstarten, in den Gemeinderat und aktiv Politik für Rosdorf machen. „Das reizt mich schon lange“. In eine Partei aber wollte Merker nicht, trotz Anfragen.

Finanzpolitik

Harald Merker sitzt an einem Tisch mit Dieter Eikenberg. Ur-Grüner, lange auch ohne Parteimitgliedschaft, und 60 Jahre alt. Einer, der weiß, wie Kommunalpolitik funktioniert - oder auch nicht. Der Politiker kennt die Tricks, wie im Haushaltsplan Summen versteckt werden. „Der Haushalt ist in Steckenpferd von mir“, schmunzelt Eikenberg. Das möchte er wieder aufzäumen, wenn er ein Mandat erhalten sollte.

Mit Respekt

Mandate streben die neun Kandidatinnen und Kandidaten von GuT an: Sie wollen mitmischen im Gemeinderat, und neutrale Beobachter wie Politiker anderer Parteien sehen das Bemühen mit Respekt. „Man beachtet uns“, sagt Eikenberg.

Junge mit an Bord

Beachtet wird auch, dass auf der Liste der Wählergemeinschaft auch wirklich junge Politiker dabei sind: Fabienne Freudenthal, auf Platz zwei nominiert, ist 19, Alexander de Vries gerade 20 Jahre alt.

„Wir wollten unbedingt junge Leute dabei haben, das ist gelungen“, sagt „Oldie“ Eikenberg, der noch von Altmeister Gerhard Winter, Jahrgang 1941 getoppt wird. Winter ist gefühlt ewig in der Rosdorfer Politik dabei.

Junge Themen

So ist das Miteinander ein Spezielles. Die Älteren erfahren Dinge von den Jungen, die sie noch gar nicht beachtet haben: Ideen für eine andere Jugendarbeit oder die eigene GuT-Facebook-Seite.

Keine Protest-Gruppe

„Das ist toll“, sagt Dieter Eikenberg über diese unkonventionelle Art Politik anders anzugehen. Was allen von „GuT“ wichtig ist, spricht Eikenberg aus: „Wir sind nicht aus einer Bürgerinitiative entstanden und keine Protestaktivisten.“ Dennoch: Die Politik in Rosdorf wollen sie beeinflussen.

Hohe Erwartungen

Gleichwohl werden sich die GuT-Politiker in die Abläufe der Kommunalpolitik einfügen müssen, wenn sie Mandate erhalten sollten. Davon gehen sie aus: Merker erwartet zehn bis 15 Prozent, also zwei bis vier Sitze. Eikenberg „schockt“ gar mit der mutigen Prognose: „20 Prozent, sechs Mandate“. Dann würden sie richtig „GuT“ durchstarten. In der Rosdorfer Gemeindepolitik könnten so andere Zeiten anbrechen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.