Versicherer ist mit blauem Auge davon gekommen

Schäden durch Windhose in Dramfeld geringer als gedacht

Göttingen. Die VGH-Versicherung, einer der größten Gebäudeversicherer in der Region, ist bei dem schweren Unwetter in Dramfeld mit einem blauen Auge davongekommen.

Durch die Windhose am vergangenen Sonntag waren 35 Häuser zum Teil schwer beschädigt worden.

Bei den zwölf Gebäuden, die von der VGH versichert sind, beläuft sich das Gesamtvolumen der Schäden auf nicht einmal 100.000 Euro. Das berichtete Regionaldirektor Ulf Hasse bei der Vorstellung der Geschäftszahlen. „Der größte uns betreffende Schaden entstand bei der Grundschule, wo ein Baum auf das Dach gestürzt war“, sagte Hasse.

Ulf Hasse, VGH Regionaldirektor.

Ansonsten lägen alle Schäden unter 10.000 Euro, einige sogar unter 5000 Euro. Was die Geschäftszahlen der Regionaldirektion Göttingen für das Jahr 2015 angeht, zeigte sich Hasse insgesamt zufrieden. „Im vergangenen Jahr lagen unsere gesamten Beitragseinnahmen mit 128,6 Millionen Euro leicht über dem guten Vorjahresniveau“, sagte er.

Allein im hart umkämpften Kfz-Geschäft habe man mit 27,1 Millionen Euro ein Beitragsplus von 2,6 Prozent gegenüber 2014 (26,8 Millionen) erzielt. Und das, obwohl die Zahl der Verträge um ein Prozent zurückgegangen sei. „Dynamisch wuchsen auch Sachversicherungen, Haftpflicht-, Rechtsschutz- und Unfallversicherungen um insgesamt 2,1 Prozent“, so Hasse. In der Krankenversicherung stieg das Beitragsvolumen um 1,5 Prozent.

„Trotz schwieriger werdender Marktbedingungen liegt die Zahl der Kunden mit rund 151.000 und der von ihnen gehaltenen Versicherungsverträge mit rund 414.000 in unserem Geschäftsgebiet ebenfalls etwa auf dem Vorjahresniveau“, berichtete der Regionaldirektor.

Dieses Gebiet umfasst die Landkreise Göttingen, Northeim, Osterode und Goslar. „Dabei entwickeln sich die einzelnen Regionen in Südniedersachsen aufgrund der Demografie unterschiedlich.“

Während der Kundenbestand in Göttingen und Umgebung stetig wachse, bleibe die Zahl der Versicherten trotz Einwohnerrückgangs im Harz und im Solling zumindest annähernd stabil. „Dank gemeinsamer Anstrengungen der Regionaldirektion und ihrer Vertriebspartner setzt sich diese insgesamt positive Geschäftsentwicklung in diesem Jahr erfreulicherweise fort“, so Hasse.

Einen deutlichen Anstieg offenbart die Schadensbilanz der VGH-Regionaldirektion. „Vor allem Stürme und Großbrände trieben in der Region die Zahl der uns gemeldeten Schäden gegenüber dem Vorjahr um 17,6 Prozent auf fast 28.000.“ Dadurch sei der Aufwand für Entschädigungen um 17,4 Prozent auf 33,8 Millionen Euro (2014 = 28,8 Millionen) gestiegen. „Zusammen mit den 30,2 Millionen Euro, welche die VGH ihren Lebens- und Rentenversicherten im Geschäftsgebiet Göttingen auszahlte, flossen im vergangenen Jahr 64 Millionen Euro in die Region zurück“, betonte Hasse.

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