Schauspieler Jaenicke unterstützt Bärenpark-Projekt und Patenschaften

Neues Zuhause für Tiere: Der Alternative Bärenpark in Worbis kann täglich besichtigt werden. Foto: Vera Faupel/nh

Worbis. Umweltaktivist und Schauspieler Hannes Jaenicke unterstützt die Arbeit der Stiftung für Bären, die den Bärenpark in Worbis betreibt.

Jaenicke lernte die Stiftungsarbeit über eine ARD-Produktion vor fünf Jahren kennen. Braunbärin Jurka, Mutter von Bruno, der 2006 in Bayern erschossen wurde, war der Anlass dafür. Einmalig im europäischen Tierschutz ist, dass eine ehemalige Wildbärin als Botschafterin für ihre wildlebenden Artgenossen eintritt. So bekam Jaenicke Einblicke in die Arbeit der Stiftung. Jurka lebt inzwischen im Bärenpark im Schwarzwald, der ebenfalls zur Stiftung gehört.

Neben dem aktiven Tierschutz ist die Aufklärung eine der wichtigsten Aufgaben der Stiftungsarbeit. Darin sieht Umweltaktivist Jaenicke eine enge Verbindung zu seiner Arbeit: Den Umgang mit Tieren beleuchten und zu zeigen, wie viele Probleme der Flora und Fauna von Menschenhand verursacht wurden, immer noch werden. Zum Beispiel die kommerzielle Ausbeutung von Wildtieren in Zirkussen. Hannes Jaenicke, der zu Bären-Patenschaften aufruft, geht dabei kritisch gegen die Bundesregierung vor. Ohne Scheu prangert er energisch das fehlende Wildtierverbot für Zirkustiere an.

Hannes Jaenicke: „Die Entfremdung vom urbanen deutschen Bundesbürger von der Natur ist so krass, da ist etwas schief gelaufen, auch in der Schulpolitik“

Seit nunmehr fünf Jahren ist der Aktivist und „Bärenbürger“ der Stiftung überzeugt, dass Tier-, Natur- und Artenschutz für die Jungend ein dringendes Gebot ist und daher auch der pädagogische Wert und die Unterstützung der beiden Alternativen Parks nicht oft genug betont werden kann.

Von weit über 60 geretteten Bären wurden allein 37 Zirkusbären in den vergangenen 20 Jahren von der Stiftung befreit und verhaltensgerecht untergebracht. Von den Stiftungsprojekten in Thüringen und im Schwarzwald werden zwei Schwerpunkte aufgegriffen: Vormals misshandelte Tiere in großzügigen, naturbelassenen Arealen zu „resozialisieren“ und als Botschafter für die wildlebenden Artgenossen zu nutzen.

Öffnungszeiten

Der Bärenpark in Worbis ist bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, in den Wintermonaten von November bis Februar von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet 6,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro. (bsc) Foto: dpa

Kontakt: Stiftung für Bären, Alternativer Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis, Tel. 03 60 74/2 00 90, E-Mail: worbis@baer.de www.baer.de

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