Schüler müssen zu lange auf Busse warten: Wann kommen Verbesserungen?

Ansturm auf den Göttinger Stadtbus: Viele Schüler und Pendler müssen am Zentralen Omnibusbahnhof umsteigen. Foto: bsc

Göttingen. Kinder und Jugendliche sind auf dem Weg zur Schule oder nach Hause oft länger als notwendig mit dem Bus unterwegs. Diese Kritik kommt vom Göttinger Schulausschuss.

Die Ratsmitglieder hatten Vertreter der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) und des Verkehrsverbundes Südniedersachsen zu Gast. Die räumten ein: Ja, es gibt Verbesserungsbedarf. Ein großes Problem sind die Anschlüsse am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), der am Göttinger Bahnhof zu finden ist. GöVB-Betriebsleiter Thomas Zimmermann sagte zu, dass er den wichtigen Knotenpunkt noch einmal unter die Lupe nehmen wolle, um mögliche Verbesserungsmöglichkeiten auszuloten. Konkrete Vorschläge für den Umsteigepunkt und andere Linien sollen zur nächsten Sitzung im Schulausschusses vorgelegt werden.

Die Situation habe sich nach der Einführung des neuen Göttinger Liniennetzes im Herbst 2014 verschlechtert, hieß es während der Sitzung.

Weiterer Kritikpunkt: Oftmals fahren Busse kurz vor Schulschluss ab. Dadurch entstünden ebenfalls unnötige Wartezeiten. Manchmalmüssten auch Schüler vorher aus dem Unterricht, damit sie die Busse bekommen.

Nach Angaben der Vertreter der Verkehrsbetriebe müssen viele Regional-Busse, die in Göttingen starten, an ihrem Ziel, zum Beispiel in Hardegsen oder Moringen, wichtige Anschlüsse gewährleisten. Die Folge ist, dass nicht alle Wünsche von Schülern und Eltern nach einer schnellen Busverbindung erfüllt werden können.

Die Verantwortlichen verbreiten aber Optimistmus: Verbesserungen auf einigen Linien könnte es im Sommer geben. Dann übernimmt mit Regiobus Uhlendorff ein neuer Betreiber einige Verbindungen.

Beschwerde-Rufnummer

Unterdessen hat auch der Landkreis, der für die Schülerbeförderung zuständig ist, das Problem erkannt. Auch er beklagt eine Verschlechterung der Situation. Der Kreis fordert nun auch eine Aufstockung des Beschwerdemanagements des Verkehrsverbundes Südniedersachsen und eine bessere Kommunikation mit den betroffenen Verkehrsunternehmen. „Aus Sicht der Kunden ist es nicht hinnehmbar, mit zig verschiedenen Telefonnummern operieren zu müssen, um das zuständige Unternehmen herauszufinden und zu erreichen“, schreibt Göttingens Kreisrat Marcel Riethig. Seiner Meinung nach, soll deshalb eine zentrale Beschwerde-Rufnummer her – und das schnell. (bsc/tko)

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