SPD-Unterbezirk wächst wie der Kreis: Oppermann ist Vorsitzender

Anpacken, besser machen: So will es die SPD auch im neuen Unterbezirk Göttingen tun. Vorsitzender ist Thomas Oppermann (Göttingen) Foto: Herma Niemann

Osterode/Göttingen. Die beiden SPD-Unterbezirke Osterode und Göttingen sind nun einer. Die Delgierten stimmten der Fusion zu und wählten Thomas Oppermann (Göttingen) mit 112 von 123 Stimmen zum Vorsitzenden.

„Die Fusion der beiden SPD Unterbezirke gestaltete sich fast schwieriger als die Aufnahme eines neuen Landes in die Europäische Union“, sagte Thomas Oppermann mit einem Augenzwinkern beim außerordentlichen Unterbezirksparteitag der SPD am Samstag in der Osteroder Kurt-Schröder-Halle.

Im Zuge der im November bevorstehenden Fusion der Landkreise Osterode und Göttingen sei die Zusammenlegung der beiden SPD Unterbezirke eine logische Folge, so Oppermann. Sein Dank richtete sich dabei unter anderem an den Bezirk Braunschweig, zu dem Osterode bisher gehörte, und der Osterode nach langen Verhandlungen habe ziehen lassen.

Die SPD sei die erste Partei, die sich im Zuge der Landkreisfusion zusammenschließe. „Wir wollen, dass Bernhard Reuter weiterhin Landrat im neuen Landkreis bleibt und die SPD auch wieder die stärkste Fraktion im Kreistag ist“, so Oppermann.

„Mit dem heutigen Vereinigungsparteitag der Unterbezirke schreiben wir Geschichte, denn wir heben jetzt den neuen Unterbezirk Göttingen aus der Taufe“, sagte der Landtagsabgeordnete und bisherige Vorsitzende des Unterbezirks Osterode, Karl Heinz Hausmann. Die Unterbezirke seien aufeinander zugegangen und hätten die notwendigen Entscheidungen in einer guten Atmosphäre vorbereitet.

Mit dem neuen Unterbezirk werde sich vieles ändern, denn man werde nach dem Unterbezirk Hannover der zweitgrößte im Bezirk Hannover sein. Mit etwa 2200 Mitgliedern aus Göttingen und knapp 1000 Mitgliedern aus Osterode seien rund 3200 Mitglieder im neuen Unterbezirk tätig, was fast ein Prozent der Bevölkerung des Landkreises ausmache. Dennoch stünde mit den Kommunalwahlen im September die nächste große Herausforderung an.

Der Göttinger Landrat Bernhard Reuter bezeichnete die Zusammenkunft als eine „historische Tagung“. „Darauf können wir stolz sein.“

Man müsse jetzt die Gemeinsamkeiten erkennen und auch nutzen, betonte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, wobei die Gleichrangigkeit der Städte und Gemeinden, egal wie groß oder klein sie seien, eine wichtige Rolle spiele, um gemeinsam profitieren zu können. Wenn man Südniedersachsen stärken wolle, werde der öffentliche Nahverkehr ein zentrales Instrument sein.

Von Helma Niemann

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