Fachgruppe Zahnmedizin präsentierte sich erstmals während der Gesundheitswoche im Kaufpark

Studenten geben Tipps zum Zähneputzen

Gesundheitswoche im Kaufpark: Die fünfjährige Maja zeigt Studentin Johanna Trautmann (rechts) , was sie über das Zähneputzen weiß. Foto: Tiede

Göttingen. Zum ersten Mal hat sich die Fachgruppe Zahnmedizin der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) während der Gesundheitswoche im Kaufpark präsentiert. Die Studenten gaben Eltern und Kindern Tipps rund um das Thema Zähneputzen.

Mit Vorführungen auf der Bühne machten die angehenden Zahnmediziner auf das wichtige Thema Mundhygiene aufmerksam. Spielerisch konnten Kinder lernen, welche Lebensmittel unbedenklich sind und welche den Zähnen gefährlich werden können. Das mitgebrachte Plüschäffchen „Kai“ fungierte bei den kleinen als Eselsbrücke. Der Name ergibt die Putzreihenfolge Kaufläche, Außenseite und Innenseite. Mit einer überdimensionalen Zahnbürste durften die Kinder im Anschluss an einem Stoffpferd mit menschlichem Gebiss zeigen, was sie gelernt haben.

Studentin Nina Wolff zeigte sich sehr zufrieden über den Zuspruch, aber auch über das Ergebnis. „Viele Kinder sind schon richtige Putzprofis“, lautet ihr Fazit der zweitägigen Aktion. Die Präventionsarbeit an vielen Schulen und Kindergärten mache sich offensichtlich bezahlt. An den Stand der Fachgruppe Zahnmedizin traten auch viele Eltern mit Fragen heran. Viele sind nicht sicher, ob etwa eine elektrische Zahnbürsten für Kinder sinnvoll ist oder ob sie Interdentalbürsten statt Zahnseide verwenden sollen. Geduldig beantworteten Wolff und ihre Kommilitonen alle Fragen der Besucher.

Beratung und Behandlung

Der Auftritt im Kaufpark war ein Debüt für die angehenden Zahnärzte. Beratungen bieten sie aber regelmäßig an. Im Göttinger Klinikum können sich Patienten von Studenten behandeln, aber auch mit Tipps versorgen lassen. Wolff: „Wir bieten an, eine individuelle, auf die Zähne zugeschnittene Putzstrategie zu erstellen.“ (ptt)

http://zm-goettingen.de

Experten-Tipps zur Zahnpflege: Nie zu fest schrubben

Nicht nur Kinder können von Zahnmedizin-Studenten einiges lernen. Auch Erwachsene machen nicht immer alles richtig bei der Mundhygiene. „Der häufigste Fehler ist, dass Menschen zu fest schrubben und zu viel Druck ausüben“, weiß Nina Wolff von der Fachgruppe Zahnmedizin der Universitätsmedizin Göttingen. Zu fester Druck schade dem Zahnschmelz, der als Schutzmantel des Zahns fungiere. Auch neigen Erwachsene dazu, die kreisenden Bewegungen zu vernachlässigen. Besonders wichtig sei es zudem, das Zahnfleisch immer mitzuputzen, damit Essensreste aus den Zahntaschen herauskommen. „Ebenso wichtig wie das Putzen ist die regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume“, erklärt Wolff. Dafür eigneten sich Interdentalbürsten ebenso gut wie die herkömmliche Zahnseide. Elektrische Zahnbürsten halten die Studenten zwar für sinnvoll, aber nicht unbedingt für notwendig. Ihr Credo lautet: „Viel wichtiger ist es, sich beim Putzen möglichst wohl zu fühlen und die richtigen Bewegungen auszuführen.“ (ptt)

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