TÜV-Nord: 2015 mehr Autos ohne Beanstandungen in Göttingen

Gutes Ergebnis: Die Zahl der vom TÜV-Nord bemängelten Fahrzeuge war im vergangenen Jahr in Göttingen gering. Mehr als die Hälfte der überprüften Fahzeuge erhielt die TÜV-Plakatte ohne Beanstandungen. Archivfoto: dpa

Göttingen. Mit diesem Trend ist der TÜV-Nord in Göttingen zufrieden: Wie in den vorangegangenen zwei Jahren sind auch 2015 weniger Autos mit erheblichen Mängeln aus den Prüfhallen in Göttingen gerollt. 56 Prozent aller untersuchten Fahrzeuge erhielt die TÜV-Plakette ohne Beanstandung.

„Wir freuen uns über die Entwicklung der Mängelquoten“, sagt Marcus Brechler, der die TÜV-Station am Kaufpark leitet.

Allerdings hatten 30,6 Prozent aller vorgestellten Fahrzeuge gravierende Mängel. 2014 waren es in Göttingen 32,2 Prozent gewesen. Gravierende Mängel, das heißt, die Schäden müssen umgehend repariert, das Fahrzeug noch einmal den Prüfern vorgeführt werden.

Die Göttinger TÜV-Prüfer legten im vergangenen Jahr 14 Autos still, die nicht mehr fahrtüchtig waren.

Am häufigsten beanstandet wurden von den Kontrolleuren Licht und Elektrik, dnach folgen Defekte an den Bremsen. Die Beleuchtungsanlage werde von den Fahrzeughaltern stiefmütterlich behandelt, heißt es in dem Göttinger-TÜV-Bericht. Das sei unverständlich, da die Beleuchtungsanlage und deren Reparatur meist einfach zu bewerkstelligen sei.

Positiv: Die erheblichen Mängel bei der Fahrzeugbeleuchtung sind zahlenmäßig zurückgegangen. „Daran haben die Hersteller mit der Entwicklung und Verwendung von zuverlässiger und langlebiger Technik, wie LED, ihren Anteil“, erklärt Marcus Brechler.

Häufig entdeckten die Prüfer auch Schäden an der Abgasanlage.

Nicht neu ist die Erkenntnis, dass mit zunehmendem Alter der Autos die gravierenden Mängel steigen. Drei Jahre alte Fahrzeuge weisen eine Quote von 6,6 Prozent auf, fünf Jahre alte Autos dann schon 11,8 Prozent, und von elfjährige Autos müssen 31,9 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt.

Der durchschnittliche geprüfte Wagen an den Göttinger TÜV-Stationen war 2015 übrigens etwa zehn Jahre alt und hatte 107.000 Kilometer auf dem Tacho.

Die insgesamt gute Prüfstatistik begründet Marcus Brechler damit, dass die Autofahrer sich in wirtschaftlich guten Zeiten mehr um Wartung und Pflege ihrer Wagen kümmern, also auch die Inspektionsintervalle genauer einhalten.

Auch zeige sich, dass die Hersteller in Sachen Langzeithaltbarkeit und Qualitätssteigerung Fortschritte bei den Fahrzeugen machten.

Tipp: Wer noch mit einer braunen 2016er-Plakette auf dem Kennzeichen umherfährt, sollte fix einen Termin zur Hauptuntersuchung buchen unter Tel. 0800/80 70 600 oder www.tuev-nord.de (tko)

Von Thomas Kopietz

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