Schwere Gewitter über Göttingen:

Schäden an Uni-Gebäuden, Keller liefen voll, Aufräumarbeiten laufen

Göttingen. Das Unwetter hatte Göttingen am Dienstag zwischen 22 und 23 Uhr voll im Griff. Damit nicht genug: Am Mittwoch gegen 10 Uhr zog die nächste Schlechtwetterfront über die Universitätsstadt hinweg – mit Starkregen.

Derweil sind die Feuerwehrleute, Arbeiter von Bauhof und der Universität damit beschäftigt die Spuren des Unwetters zu beseitigen. Am Uni-Auditorium – Weender Tor – waren dicke Äste eines Baumes abgebrochen und gegen Mittag schon wieder beseitigt. Einen Steinwurf weiter verhindert ein Trassierband das Betreten des Fußweges am Stadtwall.

Insbesondere im Bereich des Walls zwischen Weender Straße und Obere-Masch-Straße besteht wegen nach dem Unwetters die Gefahr, dass noch beschädigte Äste in den Baumkronen hängen, die leicht herunterfallen und Passanten verletzen können, wie die Stadtverwaltung mitteilt.

Aktualisiert um 16.40 Uhr.

Grundsätzlich sollten Besucher die Städtischen Grünanlagen meiden, Umwege in Kauf nehmen oder dort mit Vorsicht unterwegs sein.

Der Bauhof der Stadt Göttingen und mehrere Baumpflegefirmen erfassen derzeit die Schäden im Stadtgebiet und haben mit der Beseitigung begonnen.

In der Innenstadt liefen gegen 11 Uhr am Mittwoch die Pumpen der Berufsfeuerwehr – so in einem Gebäudekomplex an der Ecke Jüdenstraße/Theaterstraße.

Laut Polizei liefen in der Nacht im Göttinger Stadtgebiet eine Reihe von Kellern voll. Auch Bahnunterführungen waren überflutet. Umgestürzte Bäume mussten von Autos und Häusern entfernt werden. Im Landkreis blieb es laut einer Polizeisprecherin ruhig.

Schäden gab es nach Angaben eines Sprechers der Universität auch an Gebäuden der Hochschule. So lief Wasser in Kellerräume. Außerdem gab es Wasserschäden an Dächern. Wasser floss auch die Gewölbe des Auditoriums. Dort gibt es möglicherweise Schäden an der Elektroversorgung. „Das Gebäudemanagement war die ganze Nacht über im Einsatz. Derzeit werden die Schäden noch aufgenommen“, sagte ein Sprecher.

Behinderungen gab es auf der Landesstraße 569 zwischen Göttingen und Klein Lengden. Das wichtige Einfallstor im Süden der Uni-Stadt war am Mittwoch bis etwa 13 Uhr gesperrt. Dort drohte ein Baum umzustürzen. Die Umleitung führte über Diemarden, Reinhausen sowie die Bundesstraße 27 nach Göttingen und umgekehrt.

Durch den Regen ist eine Ampelanlage an einer großen Kreuzung am Kaufpark ausgefallen. Vier Beamte regeln dort den Verkehr.

Vor dem Auditorium in Göttingen war am Abend ein Baum umgestürzt. Das Denkmal verfehlte der Baum knapp. Allerdings wurde dabei eine Schautafel zerstört. Über den Wall waren große Menge Schlamm auf die Straße gelaufen.

Die Göttinger Ortschaft Herberhausen kam offenbar ohne große Schäden davon. Die Ortsfeuerwehr fuhr in Richtung Innenstadt gefahren, hieß es auf Facebook.

Schweres Gewitter über Göttingen

Dort wurde ebenfalls berichtet, dass die letzte Vorstellung von Faramondo bei den Händel-Festspielen kurz vor dem Ende abgebrochen werden musste, da die gesamte Seitenbühne des Deutschen Theaters unter Wasser stand. „Äußerst bedauerlich für die Künstler und die Verantwortlichen, die Festspiele so beenden zu müssen“, schrieb Bettina.

Im Einsatz war auch die Feuerwehr Lenglern. Dort waren ebenfalls Keller überflutet.

Gegen 23.40 Uhr war das Unwetter abgezogen. Es war wieder fast windstill. (tko/bsc)

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