Warnstreik: Göttinger Sartorius-Beschäftigte fordern fünf Prozent

Warnstreik-Kundgebung am Freitag: Die Mitarbeiter von Sartorius in Göttingen haben klare Vorstellungen vom Plus auf dem Lohn- und Gehaltszettel. Foto: Schlegel

Göttingen. Mehr als 250 Mitarbeiter von Sartorius-Betrieben in Göttingen legten am Freitag für eine Stunde ihre Arbeit nieder, um Forderungen nach deutlich mehr Lohn und Gehalt Nachdruck zu verleihen.

Die Industriegewerkschaft (IG) Metall hatte zu der Warnstreikaktion aufgerufen. In der Nacht zum Freitag endete die Friedenspflicht. Enttäuscht zeigten sich Vertrauensleute und Gewerkschaftsvertreter mit Blick auf das jüngste Angebot der Arbeitgeber. Sie hatten 2,1 Prozent mehr in zwei Stufen bei einer Laufzeit von zwei Jahren sowie eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent geboten. Die Gewerkschaft verlangt hingegen ein Plus von fünf Prozent.

Mit Blick auf die gute wirtschaftliche Situation bei Sartorius sagt Marco Trümper, Vertrauensmann und Betriebsratsmitglied bei Sartorius Lab Instruments: „Wir wollen vom Gewinn etwas abhaben.“ Und mit Blick auf das große Umsatz- und Gewinn-Plus bei dem Unternehmer ergänzte er: „Das haben wir verdient.“ Der Gewinn von Sartorius war im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2014 um 40,9 Prozent auf 263,2 Millionen Euro geklettert. Der Umsatz war um ein Viertel auf 1,11 Milliarden Euro gewachsen.

Außerdem meldeten sich Ellen Kleinert, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Südniedersachsen-Harz, sowie Michael Dohrmann, Vertrauensmann und Betriebsratsvorsitzender von Sartorius Biotech, zu Wort. Beide forderten bessere Angebote von der Arbeitgeberseite im Tarifstreit. In der kommenden Woche sollen die Warnstreiks der IG Metall in Südniedersachsen fortgesetzt werden. Weitere Aktionen werden im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde erwartet. Voraussichtlich am Dienstag, 17. Mai, werden Gewerkschaft und Arbeitgeber weiter verhandeln. 

Warnstreik: Sartorius-Beschäftigte fordern fünf Prozent

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