Weil besucht Lager Friedland: Alles ist viel entspannter

Sprachunterricht für Kinder und Jugendliche: Ministerpräsident Stephan Weil hörte im Grenzdurchgangslager Friedland aufmerksam zu. Foto: Schröter

Friedland. Bei einem Besuch im Grenzdurchgangslager Friedland hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Mittwochnachmittag ein Bild von der aktuellen Situation in der Erstaufnahmeeinrichtung gemacht.

„Als ich vor einem halben Jahr hier war, da sah das noch ganz anders aus“, zeigte sch Weil gleich zu Beginn angesichts der Leere, die überall auf dem Gelände herrscht, einigermaßen erstaunt. „Das kann man wohl sagen“, bestätigte Einrichtungsleiter Heinrich Hörnschemeyer. „Damals hatten wir hier über 3000 Flüchtlinge, jetzt sind es gerade mal noch 300.“

Welche Auswirkungen das für die Flüchtlinge und Asylsuchenden hat, das bekam Weil gleich bei der ersten Station zu sehen. Ein „Wegweiser-Kurs“, in dem es um die Bildungsmöglichkeiten in Deutschlang ging, war mit acht tschetschenischen Asylsuchenden überschaubar besucht.

„Für Sie alle hier muss das doch sehr viel entspannter sein als noch vor einigen Monaten?“, fragte der Ministerpräsident und bekam von allen Teilnehmern ein bestätigendes Nicken.

Im Frauenzentrum, gleichzeitig Anlaufstelle und Treffpunkt für Asylbewerberinnen, hielt Weil dann einen netten Plausch mit Frauen aus dem Irak, Afghanistan und einigen anderen Nationen. Sie bedankten sich für die nette Aufnahme in Friedland. Ein Dank, den Weil direkt an die Lagerleitung weiterreichte.

Nachdem er sich als erster Mann überhaupt in das „Goldene Buch“ des Frauenzentrums eingetragen hatte, besuchte Weil noch einen Sprachunterricht für Kinder und Jugendliche sowie den Jugendclub der Einrichtung. Überall zeigte er sich von der Herzlichkeit, mit der ihm die Menschen dort gegenübertraten, zutiefst berührt. 

Ministerpräsident Weil besucht Lager Friedland

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