Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin auf Asklepios Gelände

Werkstatt wird Arztzentrum

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Empfang in großzügiger Halle: Dr. Abdel-Rahmann und Dr. Björn Raab aus der Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin, die in ein ehemaliges Werkstattgebäude auf dem Asklepios-Gelände eingezogen ist.

Göttingen. Sechs Mediziner haben ein altes Gebäude auf dem Gelände der Asklepios-Klinik in ein hochmodernes Praxishaus verwandelt. Seit Juli arbeiten dort die Fachärzte in der radiologischen und nuklearmedizinischen Gemeinschaftspraxis.

Der Schritt, in der Unistadt Göttingen mit seiner starken medizinischen Versorgung eine solche Millioneninvestition zu realisieren, ist mutig.

Ebenso viel Mut bewiesen die Ärzte bei der innenarchitektonischen Gestaltung: Den Patienten erwartet eine helle Halle und klare Struktur. „Wir haben das alles selbst geplant“, schildert Dr. Björn Raab. Der Radiologe ist stolz auf das, was aus dem unscheinbaren Werkstattgebäude der Asklepios-Klinik geworden ist.

Zufrieden sind Dr. Björn Raab und Dr. Dirk Wagner darüber, wie viele Patienten bereits die Praxis besuchen. „Der Bedarf ist in Göttingen da, das bestätigt sich jetzt“, sagt Raab. Ein Grund dafür, dass die Patienten zahlreich kommen, ist auch die kurze Wartezeit. Während in anderen Einrichtungen bis zu einer MRT-Untersuchung sogar Monate verstreichen, geht das in der Praxis im Rosdorfer Weg 70a fixer. Das ist nicht unwichtig für die Patienten, denn oft geht es um schwere Erkrankungen, bei denen eine frühe Erkennung und ein schneller Therapiestart wichtig sind.

Technisch ist die Gemeinschaftspraxis auf einem Topp-Stand. „Wir haben alle Möglichkeiten“, sagt Dr. Mohamad Abdel-Rahmann. Der Nuklearmediziner verfügt über Spitzen-Equipment. Ein Schwerpunkt von Rahmann ist neben der nuklearmedizinischen Untersuchung die Therapie von Schilddrüsen- und Rheuma-Erkrankungen mit der selten angewandten Radiosynoviorthese. Dabei werden die kranken Gelenkschleimhäute mit leicht radioaktiven Injektionen angespritzt.

Wichtiger Vorteil

Vorteil: Die Radioaktivität klingt schnell ab und strahlt nicht tief in das Gewebe. Abdel-Rahmann ist ein Freund der Therapie, da dem Patient die sonst bei Rheuma-Erkrankungen eingesetzten toxischen Mittel mit starken Nebenwirkungen erspart bleiben. „Wir wollen schonend untersuchen und behandeln, das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben“, sagt auch Dr. Dirk Wagner, diagnostischer Radiologe. „Wir haben Geräte, die die Belastung für Patienten erheblich reduzieren“, erklärt Wagner. „Und die deutlich weniger Energie verbrauchen“, ergänzt Kollege Raab. Allein mit dem CT Optima520 spielen die Ärzte in der ersten Liga. Auch beim Kauf dieses Gerätes, das 16-Zeilen-Schichtaufnahmen ermöglicht, hatten sie Glück und bekamen es für einen Schnäppchen-Preis.

Die Gemeinschaftspraxis wurde zwar baulich in Göttingen neu aus dem Boden gestampft, die Mediziner arbeiten aber schon länger zusammen und das an mehreren Orten: in der Helios-Klinik Bleicherode, im Eichsfeld-Klinikum Reifenstein und in Heiligenstadt. Dort sind sie auch weiter tätig. Der Draht zwischen Kliniken und der Praxis im Rosdorfer Weg aber ist ein heißer, die Standorte sind vernetzt, Daten und virtuelle Akten stets verfügbar.

Von Thomas Kopietz

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