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50 000 Euro Schaden

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Auf der Suche nach Glutnestern: Feuerwehrleute, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, waren am Montag über fünf Stunden im Einsatz, um den Dachstuhlbrand in Spiekershausen zu bekämpfen.  Foto: Muraro
Auf der Suche nach Glutnestern: Feuerwehrleute, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten, waren am Montag über fünf Stunden im Einsatz, um den Dachstuhlbrand in Spiekershausen zu bekämpfen. Foto: Muraro

SPIEKERSHAUSEN. 50 000 Euro Schaden forderte am Montagnachmittag der Dachstuhlbrand in einem Zwei-Familien-Wohnhaus in der Straße Am Hopfenberg in Staufenberg-Spiekershausen. Das teilte die Sprecherin der Göttinger Polizei, Jasmin Kaatz, mit. Menschen wurden, wie bereits kurz berichtet, nicht verletzt.

Fachleute begutachten

Nach bisherigen Ermittlungen der Kripo komme weder Brandstiftung noch ein technischer Defekt als Brandursachsen in Betracht. Vermutlich sei der Brand im Bereich des Schornsteins entstanden, allerdings könne erst nach Begutachtung durch Schornsteinfeger dazu eine abschließende Aussage getroffen werden, sagte Kaatz.

Die Hauseigentümerin hatte den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Sie war nach Angaben der Polizeisprecherin zusammen mit einem Bekannten in dem leerstehenden Wohnhaus, das zurzeit renoviert wird. Beide Personen konnten rechtzeitig das Gebäude verlassen.

Bis gegen 21 Uhr dauerten am Montag die Löscharbeiten der Feuerwehrleute, um den Dachstuhlbrand unter Kontrolle zu bringen.

Ín der ersten Alarmmeldung hieß es Schornsteinbrand, sagte Lutz Muraro, Pressewart der Staufenberger Feuerwehr. Schnell habe sich aber herausgestellt, dass der Dachstuhl in Flammen stand.

Rund 40 Feuerwehrleute aus Landwehrhagen, Spiekershausen, Lutterberg, Sichelnstein sowie aus Dransfeld waren nach Auskunft Muraros im Einsatz.

Wärmebildkamera

Die Dransfelder Brandschützer waren mit der Wärmebildkamera angerückt, um Glut- und Brandnestern unter der Dachhaut auf die Spur zu kommen. Die Feuerwehrleute hatten zuvor Dachziegel des Wohnhauses und eines angrenzenden Rundbaues abgedeckt und die Dachinnenverkleidung freigelegt, um Glutnester auszuschließen.

Die Wärmebildkamera der Dransfelder wurde erst voriges Jahr angeschafft und dient im Ernstfall allen Feuerwehren im Landkreis.

Nachschub an Atemschutzgeräten lieferten Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale Potzwenden. Dies war notwendig, damit die Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen ausreichend Atemschutz hatten. Die Kälte machte den Brandschützern nach Muraros Angaben weniger zu schaffen, es habe keine Gefahr bestanden, dass Löschwasser einfriert. Schwierig sei das Rangieren der schweren Fahrzeuge in der schmalen, mit Schnee bedeckten Sackgasse. Erschwerdend hinzu kam die Hanglage des Hauses.

Von Helmut Krischmann

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