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Abwasser von Landwehrhagen fließt ab sofort zum Nachbarort

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Unscheinbar: Unter diesem Häuschen liegt in einer Tiefe von über vier Metern das neue achteinhalb Meter breite Pumpwerk.
Unscheinbar: Unter diesem Häuschen liegt in einer Tiefe von über vier Metern das neue achteinhalb Meter breite Pumpwerk. © Maaß

Landwehrhagen. Von außen ist nur ein unscheinbares Häuschen zu sehen. Aber wer es betritt, findet sich in einem hochmodernen Technikraum wieder. Von der Schaltzentrale gleich hinter dem Eingang, gibt eine Öffnung im Boden den Blick auf zwei mächtige Pumpen in über vier Meter Tiefe frei.

Mit einer Leistung von 47 Kilowatt können sie bis zu 16 Liter Schmutzwasser pro Sekunde von Landwehrhagen durch die neu gebaute, knapp vier Kilometer lange Druckrohrleitung zur Kläranlage nach Uschlag schicken. Der zweiwöchige Probelauf hat jetzt begonnen. Läuft alles glatt, wird die Anlage danach in den Regelbetrieb gehen.

„Die beiden Pumpen werden abwechselnd betrieben“, erläutert Jens Steinhoff, Bauleiter des Wasserverbandes Peine. „Im Notfall haben wir immer eine Pumpe als Ersatz gleich an Ort und Stelle.“ Zudem gibt es ein mobiles Notstromaggregat als weitere Sicherheitsmaßnahme.

Ortstermin: Staufenbergs Bürgermeister Volker Zimmerman (links) und Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbandes Peine, inspizieren das neue Pumpwerk in Landwehrhagen. Foto: Maaß
Ortstermin: Staufenbergs Bürgermeister Volker Zimmerman (links) und Olaf Schröder, Geschäftsführer des Wasserverbandes Peine, inspizieren das neue Pumpwerk in Landwehrhagen. © Maaß

Das neue Pumpwerk steht auf dem Gelände der alten Kläranlage in Landwehrhagen. Sie wird jetzt Stück für Stück zurückgebaut. Nur ein Becken wird weiter genutzt. Nachdem die alte Technik ausgebaut ist, soll es als Pufferspeicher dienen, wenn besonders viel Abwasser anfällt.

Dafür werden drei Rührwerke eingebaut, die Ablagerungen auf dem Boden vermeiden sollen. Das Becken hat ein Fassungsvermögen von 750 Kubikmetern. Die Anlage in Landwehrhagen entsprach nicht mehr dem Stand der Technik und eine Sanierung wäre nicht rentabel gewesen. Der Wasserverband hatte sich entschlossen, die Kläranlage in Uschlag zu modernisieren und zu erweitern, um dort das Abwasser aus Landwehrhagen mit klären zu können.

Rund 1,6 Millionen Euro hat der Verband Peine in das Projekt in Landwehrhagen investiert. Dem Pumpwerk vorgeschaltet ist eine Rechenanlage, die grobe Stoffe aus dem Wasser entfernt, damit die Pumpen und die Leitung nicht verstopften. Sie werden dann gepresst und später per Container entsorgt.

Von Ekkehard Maaß

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