Dransfelder Narren Gilde wünscht sich mehr Narren

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Begeisterte Karnevalisten: Jennifer Ruschinski (Pressewartin und Schriftführerin der Narren Gilde Dransfeld, links) und Susanne Henze, 1. Vorsitzende des Vereins.

Dransfeld. Was ist eigentlich aus der Narren Gilde Dransfeld geworden? Sind die Karnevalisten noch aktiv? Laden sie vor Aschermittwoch noch zum Dransfelder Karneval ein?

Die Antwort ist: Die Narren Gilde gibt es noch, aber aktiv wird sie in Dransfeld erst in wieder in der nächsten Session, die vom 11. November dieses Jahres bis Aschermittwoch 2017 dauert.

Die 25 Mitglieder feiern begeistert gemeinsam mit befreundeten Karnevalsvereinen wie Rheintreue Göttingen oder Karnevalsverein Bad Harzburg lange Karnevalsnächte. In Dransfeld sieht es leider nicht so rosig aus. Bei der Weiberfastnacht in der Dransfelder Stadthalle waren zuletzt gerade mal 20 bis 30 Dransfelder vertreten. „Würden die Mitglieder der befreundeten Vereine nicht kommen, dann würde sich die ganze Arbeit gar nicht mehr lohnen“, so Susanne Henze, 1. Vorsitzende der Narren Gilde. Sie haben es mit den Veranstaltungsterminen zu den Karnevalstagen versucht. Sie haben Termine so gelegt, dass kein Werktag folgte. Es wurde Veranstaltungen während im November oder bis zum Aschermittwoch angeboten, Vergünstigungen beim Eintritt. Alles half nichts: Die Besucherzahlen ließen in den vergangenen Jahren zu wünschen übrig. „Eine Karnevalssitzung ist für unseren Verein immer ein Minusgeschäft. Hätten wir den Stand auf dem Weihnachtsmarkt nicht, könnten wir das Defizit niemals ausgleichen. Es bleibt kein Überschuss, um vielleicht mal neue Kostüme oder Ausstattung zu kaufen“, erzählt Henze.

Weiterhin fehle es einfach auch an einem geeigneten Übungsraum. Zwei Stunden Probezeit sind zwar in der Dransfelder Stadthalle für die Narren Gilde belegt, doch ist es wöchentlich jedes mal wieder eine Kraftanstrengung, da mangels Raum zur Aufbewahrung das ganze Equipment komplett mitgebracht, auf- und abgebaut und wieder mitgenommen werden muss. „Und dennoch stellen wir durch den guten Zusammenhalt teilweise wirklich bessere Veranstaltungen auf die Beine als große Vereine mit 200 Mitgliedern“, sagt Jennifer Ruschinski, Pressewartin und Schriftführerin. Durch den hohen finanziellen Aufwand für Hallenmiete, Gebühren an die GEMA und Gage für einen DJ kann sich der Verein eine jährliche Karnevalssitzung einfach nicht mehr leisten. Daher die Entscheidung nur noch alle zwei Jahre eine Sitzung zu veranstalten.

„Wir freuen uns über jedes neue Mitglied und würden uns wünschen, etwas mehr Unterstützung vom Rathaus vielleicht bei den Kosten für die Stadthalle zu bekommen. Letztendlich machen wir die Veranstaltungen ja für die Öffentlichkeit und nicht vereinsintern. Doch bei dem ständigen Minusgeschäft fehlt vielleicht irgendwann die Motivation“, so Henze. (ymh)

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