Kreuzung war einmal: Kreisel in Dransfeld ist fertig

Dransfeld. Den in die Stadt fahrenden Verkehr abbremsen und die Anbindung ans Gewerbegebiet flüssiger machen: Das soll der am Donnerstag offiziell eröffnete Kreisverkehr am Ortsausgang von Dransfeld leisten.

Statt Kreuzung mit langen Wartezeiten von den Ortsstraßen auf die Bundesstraße einerseits und allzu flotten Verkehrsteilnehmern auf der Ortsdurchfahrt andererseits soll nun alles gleichmäßig und ruhig fließen.

Eine Punktlandung nannte Bürgermeister Rolf Tobien die Fertigstellung und lobte die ausführenden Firmen, die den Zeitplan gut eingehalten hätten, obwohl es einige zeitintensive Extraarbeiten gegeben hatte. Seit April war gebaut worden, gestern wurden noch Fahrbahnmarkierungen aufgebracht. Die Erneuerung der Fahrbahndecke zahlt der Bund. Die anderen Arbeiten (Straßenbau und Garten- und Landschaftsbau) summieren sich auf rund 432 180 Euro, so Tobien weiter. Davon übernehme der Bund 61 Prozent, 39 Prozent, also 168 550 Euro, muss die Stadt selbst aufbringen.

Firma Schalles aus Kassel bringt noch Fahrbahnmarkierungen auf. Foto: Sangerhausen

Für Tobien war die Eröffnung die letzte große Amtshandlung als Bürgermeister. Er erinnerte daran, wie monatelang über den Kreisverkehr in den Gremien der Stadt diskutiert worden war. Die Entscheidung fiel dann einstimmig. Der Hintergrund: Die Ortsdurchfahrt Dransfeld, Bundesstraße 3, ist stark frequentiert und besonders an den Ortseingängen fuhren die Verkehrsteilnehmer oft zu schnell. Lange war über eine Ortsumgehung diskutiert, in den 1990er-Jahren auch Geld für deren Planung ausgegeben worden. Früh war aber klar: Es würde nicht Kreisel und Umgehung geben, sondern nur eines von beiden. „Ein Kreisel für Dransfeld?“ titelte die Mündener Allgemeine schon im Juni 2007.

Während zu Beginn der Diskussion das Verkehrsaufkommen an der Kreuzung Lange Straße - In der Dehne - Sohnrey-Straße keinen Kreiselbau gerechtfertigt hätte, ergab eine Zählung 2010 ein anderes Bild. 2012 war für den Rat die Umgehung vom Tisch.

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