Schnelles Internet für Dransfeld

Startschuss: 800 Haushalte in der Stadt Dransfeld erhalten schnellere Internetverbindungen, von links: Telekom-Regio-Manager Jens Göppert, Bürgermeister Rolf Tobien, Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers und der Telekom-Projektleiter Jörg Mechmarshausen. Foto: Niesen

Hann. Münden. Die Telekom will ab Dezember rund 800 Dransfelder Haushalten eine Verbindung bereitstellen.

Rund 800 Haushalte in der Stadt Dransfeld sollen von Dezember an über schnelleres Internet verfügen können. Das sagte der Regio-Manager der Telekom, Jens Göppert, beim Startschuss der vorbereitenden Arbeiten.

Dazu verlegt das Unternehmen rund 1200 Meter Glasfaserkabel in der Kommune und installiert fünf Verteiler, um das schnellere Internet auf die Kupferkabel zum Endkunden zu bringen. Kostenpunkt pro Kilometer rund 70 000 Euro.

Dazu wird auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und den Verteilern das bisherige Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Gleichzeitig werden die Verteiler in so genannten Multifunktionsgehäusen zu Mini-Vermittlungsstellen aufgerüstet. Dort wird das Lichtsignal in ein elektrisches umgewandelt und in das Kupferkabel zum Kunden eingespeist.

Vectoring-Technik

Mit Hilfe der so genannten Vectoring-Technik werden die vorhandenen Kupferkabel durch die Beseitigung von elektromagnetischen Störungen schneller gemacht. Nachteil: Je weiter der Kunde von der Vermittlungsstelle wohnt, umso mehr verlangsamt sich die Geschwindigkeit. Im Dezember wird die Telekom mit der Vermarktung der schnelleren Anschlüsse mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen und bis zum 40 Mbit/s beim Hochladen beginnen.

Dazu werden Telekom-Mitarbeiter Haushalte aufsuchen. Bestellungen sind aber auch über die Telekom-Callcenter und die Telekom-Läden möglich. Dransfelds Samtgemeindebürgermeister Mathias Eilers (SPD) begrüßte den Ausbau. Er hält die Versorgung mit schnellem Internet für so grundlegend wie die mit Elektrizität und Trinkwasser. Betriebe und Freiberufler könnten ohne schnelles Internet heutzutage kaum noch arbeiten.

Standortvorteil

Der Bürgermeister der Stadt Dransfeld, Rolf Tobien, nannte schnelle Verbindungen einen Standortvorteil.

Einige Ortschaften der Samtgemeinde werden allerdings noch warten müssen. Mathias Eilers hofft, dass sie noch im kommenden Jahr über das vom Landkreis Göttingen gesteuerte Ausbauprogramm versorgt werden können. (zhp)

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