Ortsrat kämpft

Zukunft des Edekas in Uschlag weiter unklar

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Der Markt in Uschlag: Klaus Deppenmeier (60), Inhaber des Lebensmittelgeschäftes, will aus gesundheitlichen Gründen aufhören.

Uschlag. Das Schicksal des Edeka-Marktes im Staufenberger Ortsteil Uschlag ist noch nicht besiegelt. Nachdem Klaus Deppenmeier, Inhaber des Geschäftes, angekündigt hatte, den Markt aus gesundheitlichen Gründen zum Jahresende zu schließen, sucht Edeka nun nach Wegen, den Standort zu erhalten.

Das teilte Hans-Richard Schneeweiß mit, Geschäftsführer der Edeka Handelsgesellschaft Hessenring mbH in Melsungen.

Zu Details, wie eine Lösung für den Lebensmittelmarkt in Uschlag aussehen könnte, wollte Schneeweiß zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen. Auch dazu, wie gut die Chancen seien, einen Nachfolger für Klaus Deppenmeier zu finden, äußerte er sich nicht.

Das wird man in Uschlag gerne hören. Dort startet der Ortsrat gerade eine eigene Initiative, um den Markt zu retten, die von allen Mitgliedern getragen wird. Das Motto lautet: „Uschlag ohne Einkaufsmarkt? Nein danke!“ Mit den Ergebnissen einer Befragung der Marktkunden zu ihrem Kaufverhalten hofft der Rat dazu beitragen zu können, „einen neuen Betreiber für den Markt ab 2014 zu finden.“

Uschlags Ortsbürgermeister Carsten Teller (SPD) weist daraufhin, dass der Lebensmittelmarkt nicht nur wichtig für die Menschen in Uschlag sei, sondern auch für die Nachbarorte. Zudem befürchtet er, dass über die nächsten Jahre auch andere Geschäfte in Uschlag schließen werden, wenn es den Edeka-Markt nicht mehr gibt. „Das sehe ich sehr stark.“ Er könnte sich auch vorstellen, dass der Markt in Uschlag, als Filiale eines anderen Edeka-Marktes in der Region weiter geführt wird.

Ähnlich sieht es auch sein langjähriger Amtsvorgänger Friedhelm Damm (CDU). Sollte es keinen Markt mehr geben, wäre das ein „sehr großer Verlust“, besonders auch für die älteren Menschen im Ort.

Von Ekkehard Maaß

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