Altmetall: Pilotanlage der Firma Stemmer

Probebetrieb: Geschäftsführender Gesellschafter Fred Stemmer (hinten) und Unternehmenssprecher Jan-Hilmar Franz in der Halle, in der Metallschrott zu Leibe gerückt wird. Die Männer stehen neben dem Kessel eines Alttrafos. Mit einer Druckabreinigungsanlage werden Schadstoffe, die in der Farbbeschichtung des Kessels enthalten sind, beseitigt. Foto: Krischmann

Hann. Münden. Der Mündener Recycling-Spezialist entfernt mit einer selbst entwickelten Anlage mit Schadstoffen behaftete Farbbeschichtungen auf Metall und Schrott.

Das Besondere an der so genannten Druckabreinigungsanlage: Das Unternehmen hat ein Verfahren ausgetüftelt, mit dem in Farbbeschichtungen enthaltene Giftstoffe wie Asbest, Polychlorierte Biphenyle (PCB), Teeröl, Chrom und Bleimennige beseitigt werden.

Der verbleibende Metallschrott werde dann gefahrlos wiederverwertet und die übriggebliebenen Schadstoffe in der Sonderabfallverbrennung entsorgt, berichtet Unternehmenssprecher Jan-Hilmar Franz. Die Mündener Spezialisten für Recycling haben nach halbjähriger Entwicklung und Bauzeit und nach Erhalt der Genehmigungen mehrerer Behörden den Probebetrieb für die Anlage auf dem Firmengelände an der Göttinger Straße in Hann. Münden gestartet.

Zurzeit werden in einer nach Gewässerschutzrichtlinien und anderen Sicherheitsbestimmungen, darunter Arbeitsschutz, hergerichteten Halle die demontierten Teile eines ausrangierten Transformators aus Bayern behandelt.

Wie die Technik zur Beseitigung der gesundheitsgefährdende Stoffe in den Anstrichen funktioniert, gibt das Unternehmen nicht preis. „Das ist Betriebsgeheimnis“, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Fred Stemmer.

Rund 200 000 Euro habe die Stemmer Gruppe in die Entwicklung und den Bau der Anlage investiert. Um diese zu bedienen, würden zwei zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, erläutert der Chef des mittelständischen Familienunternehmens, das zurzeit 80 Mitarbeiter beschäftigt.

Fred Stemmer: „Das Problem mit Korrosionsbeschichtungen der 1980er und 1990er Jahre und auch schon in den Jahren davor, beispielsweise bei elektrotechnischen Schaltausrüstungen und Alttransformatoren, ist den wenigsten Abfallerzeugern bekannt.“ (kri)

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