Bundeszentrale fördert Mündener Projekt gegen Rassismus

Mit Plakaten und Postkarten Werbung für einen Workshop mit Firas Al-Shater (von links): Dr. Karin Gille-Linne (Leiterin der VHS-Geschäftsstelle in Hann. Münden), Ilayda Aydin, die gerade ein Praktikum im Kinder- und Jugendbüro macht, und Elke Steden vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hann. Münden. Foto: privat/nh

Hann. Münden. Das Projekt „hate2hate - Youtuber against racism“ von Volkshochschule und Kinder- und Jugendbüro Hann. Münden hat es ins Förderprogramm der Bundeszentrale für politische Bildung geschafft.

Die Volkshochschule (VHS) in Hann. Münden hatte sich gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hann. Münden mit ihrem Projekt „hate2hate - Youtuber against racism“ bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in der Ausschreibung „Hass im Netz entgegentreten“ beworben und das Projekt wurde angenommen: Es erhält nun eine finanzielle Förderung, berichtet Dr. Karin Gille-Linne, Leiterin der VHS-Geschäftsstelle in Hann. Münden.

Firas Al-Shater: Aus Syrien geflohen wurde er von Berlin aus mit seinen Videos gegen Rassismus zum Youtube-Star. Er kommt im November nach Hann. Münden. Foto: dpa

„Wir freuen uns riesig!“ so Elke Steden vom Kinder- und Jugendbüro Hann. Münden und Dr. Karin Gille-Linne, die das Projekt zusammen entwickelt haben. „Die Idee haben wir mit Piet (13) und Pauline (14) gesponnen, und auch die Kollegen und Kolleginnen von der Aufsuchenden Jugendarbeit Landkreis Göttingen und vom Kinder- und Jugendbüro des Landkreises Göttingen haben uns schon tatkräftig unterstützt - und das tun sie auch weiterhin: Denn jetzt geht es los!“ Schon online ist die Website: www.hate2hate.de, die sich jetzt nach und nach mit Leben füllen soll. Dazu gibt es als nächstes einen Workshop: vom 11. bis 13. November mit dem YouTuber Firas Al-Shater aus Berlin, bekannt durch seine Serie „Zukar“ auf seinem YouTube Kanal. Firas zeige den Teilnehmern, worauf es bei einem Video gegen rechts ankommt. Auch Film- und Medienleute werden dabei sein, die die Technik drauf haben und vermitteln, wie man aus einer Idee ein cooles Youtube-Video macht, heißt es in der Einladung. Die Teilnahme am Workshop kostet 15 Euro.

Außerdem ist ein Training geplant, wie jede und jeder im Internet oder auch auf der Straße gegen „hatespeech“ (Hassrede) Position beziehen kann. An einem der nächsten Samstage geht es dann gemeinsam zu den Videodays nach Hamburg oder zu einem anderen Filmfest.

Wer zwischen 14 und 24 Jahre alt ist und dabei sein möchte, kann sich im Netz unter www.hate2hate.de anmelden, im Kinder- und Jugendbüro Hann. Münden im Geschwister-Scholl-Haus (05541 / 752-99) oder direkt bei der VHS in Hann. Münden (05541 /903610) bewerben. Infopostkarten werden ausgelegt.

35 Anträge seien laut bpb eingegangen, berichtet Dr. Gille-Linne weiter. Neun wurden zur Förderug ausgewählt - außer dem Mündener Projekt auch Ideen in Berlin, Leipzig und München. (tns)

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