Zahl der wechselnden Mitarbeiter liegt vor

Doch noch Poker um Verkauf von Kliniken

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Bauarbeiten am künftigen Klinikum Hann. Münden: Rechts wird der Funktionstrakt erweitert, im Hintergrund der Neubau des Bettenhauses.

Hann. Münden. Die Verhandlungen zum Verkauf der Kliniken in Hann. Münden und Bad Münder sind noch nicht abgeschlossen. Mitarbeiter, die vom Kaufinteressenten nicht übernommen werden, wechseln am 1. Februar in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft.

Bei den Verhandlungen zum Verkauf der Kliniken in Hann. Münden und Bad Münder ist ein wichtiger Schritt gemacht worden, aber die Transaktion ist noch nicht unter Dach und Fach. Nach Auskunft der insolventen Arbeiterwohlfahrt Gesundheitsdienste (AWO GSD) liegt das Ergebnis vor, wie viele Mitarbeiter, die vom Kaufinteressenten nicht übernommen werden, in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft wechseln wollen.

Kaufinteressent ist eine von dem Unternehmensberater Dr. Reinhard Wichels vertretene Investorengruppe aus der Medizintechnikbranche. Zum Ergebnis der Befragung sagte die AWO GSD, die mit dem Investor vertraglich festgelegte Mindestzahl an Eintritten in die Gesellschaft sei „knapp nicht erreicht“ worden. Eine Zahl nannte das Unternehmen nicht. Rechtsanwalt Martin Bretzler, der den Betriebsrat des Krankenhauses Hann. Münden vertritt, sagte auf Nachfrage der HNA, von den 97 Mitarbeitern, die ein Angebot erhielten, hätten sich rund 85 Prozent für den Wechsel in die Gesellschaft entschieden. Bretzler: „Das ist ein überdurchschnittlicher Wert, gemessen an anderen vergleichbaren Verfahren.“

Wichels hatte eine Mindestzahl an Eintritten von 95 Prozent zur Bedingung gemacht für den Kauf. Das vorliegende Ergebnis bedeute aber nicht, dass die Transaktion gescheitert sei, so die AWO GSD. Dieser Einschätzung stimme er zu, so Reinhard Wichels gegenüber der HNA. Ziel sei, die Transfergesellschaft zum 1. Februar zu starten. Die Vertragsparteien gehen weiterhin davon aus, dass die geschlossenen Kaufverträge wirksam werden, wenngleich hierfür noch die Erfüllung weiterer Bedingungen erforderlich sei. Eine zentrale Voraussetzung ist das Zustandekommen eines Sanierungstarifvertrags, über den noch verhandelt wird. Insolvenzverwalter und Sachwalter stimmten unter Einbeziehung der Gläubigerausschüsse das weitere Vorgehen mit dem Investoren-Vertreter ab.

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